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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Politik und Verwaltung kritisieren Anbieterwechsel bei Mensa

24.10.2018

Garrel Die Oberschule Garrel hat einen neuen Caterer: Seit dem neuen Schuljahr kommt das Essen vom bundesweit agierenden Unternehmen „apetito“. Die Zahlen der Schüler, die in der Mensa der Oberschule essen, sind seither deutlich angestiegen. Zwischen 50 bis 70 Prozent mehr Essen würden an die Schüler der Oberschule und der Grundschule, die die Mensa ebenfalls nutzt, ausgegeben, hatte die Oberschule mitgeteilt. Sogar von fast 100 Prozent sprach Stefan Hack, zweiter Konrektor der Oberschule, am Montagabend im Schulausschuss, dem er als beratendes Mitglied angehört. Soweit so erfreulich.

Gar nicht erfreut zeigten sich Politik und Gemeindeverwaltung allerdings über die Art und Weise, wie der Anbieterwechsel vonstatten gegangen sei. Im Vorfeld sei die Verwaltung, immerhin Schulträger, nicht darüber informiert worden, kritisierte Erster Gemeinderat Karl-Heinz Focken am Montagabend. Schulleiter Markus Berssen habe ihn lediglich informiert, nachdem die Verträge bereits unterschrieben gewesen seien.

Einen „faden Beigeschmack“ habe das Vorgehen, fand auch CDU-Ratsherr Rainer Engelmann deutliche Worte. Über Folgekosten habe man sich offenbar keine Gedanken gemacht. Und auch Erster Gemeinderat Focken berichtete, ihm habe der Schulleiter zugesichert, dass der Anbieterwechsel keine Folgekosten nach sich ziehen würde. Genau das aber geschehe nun.

Die Oberschule hatte zum einen die Erhöhung der Personalstunden für die Beschäftigten der Mensa beantragt sowie die Einstellung einer vierten Kraft: von 34,5 Stunden sollen 46,5 Stunden geleistet werden, um die stärkere Nachfrage bedienen zu können. Abzüglich der Ferien betragen die monatlichen Mehrkosten rund 850 Euro. Die Entscheidung dafür fiel einstimmig aus.

Wegen der Dringlichkeit aus Sicht der Oberschule wurde ein zweiter Antrag behandelt, der ursprünglich nicht auf der Tagesordnung stand: Die Oberschule möchte, dass die pauschale Bezuschussung der Gemeinde für das Mensa-Essen, die sich auf 1000 Euro pro Halbjahr belief, in einen Zuschuss pro Essen umgewandelt wird: nämlich 90 Cent pro Gericht. Bei 4000 Essen würde das eine Summe von 3780 Euro pro Halbjahr bedeuten. Bislang wurde pro Essen mit 2,90 Euro kalkuliert, die Schüler zahlten zwei Euro. Die Bürgerstiftung „Lüttke Lüe“ deckte das Defizit.

Während Professor Dr. Markus Kemper (BfG) Zustimmung signalisierte, sprach sich die Mehrheit mit Stimmen der CDU-Mehrheit dafür aus, zunächst in den Fraktionen darüber zu beraten und im nächsten Schulausschuss erneut darüber zu befinden.

Konrektor Hack beharrte, man habe mit allen Beteiligten gesprochen und auch zum Probeessen eingeladen. Zudem verwies er auf die Erlasslage, nach der die Schulen für die Verpflegung zuständig seien. Die Mehrkosten seien angesichts der besseren Nutzung angemessen, sagte Bürgermeister Andreas Bartels, der sich gleichwohl bessere Absprachen mit der Oberschule wünschte.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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