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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Sankt-Josefs-Hospital: „Hervorragende Arbeit geleistet“

01.02.2014

Cloppenburg „Die vieldiskutierte Krankenhauskrise war eine politische und finanzielle Krise. Sie war nie eine Krise der medizinischen Leistungsfähigkeit unseres Hauses oder der medizinischen Versorgung. Dies verdanken wir dem großen Engagement unser Mitarbeiter, die hervorragende Arbeit leisten.“ Das sagte der Ärztliche Direktor des St.-Josefs-Hospitals, Professor Dr. Joachim Schrader, am Donnerstag beim „Forum Medizin“. Die Veranstaltung anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Cloppenburger Krankenhauses hatte rund 300 Menschen in der Stadthalle gelockt. Geschäftsführer Michael gr. Hackmann erklärte, dass der Abend vor allem auf Initiative der Chefärzte veranstaltet worden sei.

Zunächst konnten die Besucher im Foyer mit den Chef- und Oberärzten ins Gespräch kommen. In den anschließenden Vorträgen wurden den Besuchern die aktuellen wissenschaftlichen Forschungen und die medizinischen Leistungen des Krankenhauses – in auch für Laien verständlichen Worten – nähergebracht.

Medizingeschichte

Den Auftakt machte Prof. Dr. Martin Middeke, Spezialist auf dem Gebiet der Hypertonie (Bluthochdruck) und Chefredakteur der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. In einem kleinen Rückblick durchstreifte er die jüngsten 150 Jahre Medizingeschichte und stellte die großen Pioniere der medizinischen Diagnostik vor.

Der Referent machte deutlich, dass zur Zeit der Gründung des St.-Josefs-Hospitals die Medizin vor einem großen Wandel stand. Während sich der Arzt früher ausschließlich bei der Untersuchung auf das direkte Abhören und Abtasten des Patienten verlassen musste, hätten wichtige Erfindungen in dieser Zeit die Diagnostik grundlegend verändert.

Thema „Schlaganfall“

Professor Schrader vermittelte als Chefarzt der Nephrologie und Geriatrie dem Publikum auf humorvolle Weise ein durchaus ernstes Thema. Bei „Demenz und Schlaganfall – der Seuche unseres Jahrhunderts vorbeugen“ machte er deutlich, dass es in Zukunft einen rapiden Anstieg bei diesen Erkrankungen geben werde. Er machte aber auch klar, dass ein natürlicher Alterungsprozess nicht automatisch zur Demenz führe. Risikofaktoren seien vor allem hoher Blutdruck verbunden mit hohem psychischem Stress, wenig Bewegung und unausgewogener Ernährung. Übergewicht sei nicht in erster Linie maßgebend.

Sobald mehrere Risikofaktoren zusammenträfen, erhöhe sich die Gefahr einer Erkrankung rapide. Besonders die richtige Behandlung des Bluthochdrucks schon bei Menschen mittleren Alters sei wichtig, erklärte Schrader eindringlich. Aber er hatte auch gute Nachrichten für die Anwesenden. Leichtes Übergewicht, gelegentlicher und maßvoller Alkoholkonsum sowie der Genuss von Schokolade – ebenfalls in Maßen – sei durchaus gesundheitsfördernd, wenn gleichzeitig ein wenig Sport getrieben werde und der Blutdruck sowie die Cholesterinwerte kontrolliert würden.

Genetik der Menschen

Priv.-Doz. Dr. Jörg Bäsecke (St. Josefs-Hospital) stellte „Die Kraft des Immunsystems“ vor und dessen Kollege Dr. Hans-Günther Hempen referierte über „das Jahrhundert der Chirurgen“. Unter dem Titel „Medizin der Zukunft: Was bestimmen unsere Gene?“ gab Professor Dr. Haller (Medizinische Hochschule Hannover) zum Abschluss einen Einblick in die internationale Forschung über die Genetik des Menschen.


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