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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Schule In Hülsberg: Nach 14 Jahren ist schon wieder Schluss

03.03.2020

Hülsberg Grundschüler aus der Gemeinde Bösel gehen heute entweder in die Grundschule Bösel oder in die Grundschule Petersdorf. Die Schulbezirke legen fest, dass Grundschüler in der gesamten Gemeinde bis auf den Ortsteil Petersdorf die St.-Martin-Schule besuchen. Der Schulbezirk der Grundschule in Petersdorf umfasst das Gebiet des Ortsteils Petersdorf. Das war vor einigen Jahrzehnten noch deutlich anders. Neben der katholischen und der evangelischen Schule in Bösel und der Schule in Petersdorf gab es noch Schulen in Glaßdorf und in Hülsberg. Die Hülsberger Volksschule ist vor 50 Jahren, am 31. März 1970, geschlossen worden – nach nicht einmal zehn Jahren.

Erst im Januar 1961 war die Schule nach mehreren Verzögerungen feierlich eingeweiht worden. Gerhard Krone wurde Schulleiter und folgen auf Bernhard Grieshop. Doch dem war ein jahrelanges Ringen vorausgegangen. Denn den ersten Siedlern in Hülsberg war schon bevor sie nach Hülsberg kamen eine eigene Schule versprochen worden. Sogar ein Schulgelände mit einer Größe von 1,2 Hektar war dafür ausgewiesen worden. Bis es soweit sein sollte, mussten die Schüler aber den mühsamen Schulweg von bis zu acht Kilometern Entfernung zu Fuß hinter sich bringen. „Besonders für die jüngeren Jahrgänge war dieser weite Schulweg untragbar“, heißt es in der Chronik der Gemeinde.

Zunächst wurde daher 1956 ein Provisorium im Dachgeschoss des Siedlerhauses Tönjes eingerichtet. Die Genehmigung dafür galt aber nur, insofern innerhalb von zwei Jahren ein Schulgebäude stehen sollte. Entwürfe dafür samt Lehrerwohnung wurden dann 1957 erstellt, der Neubau sollte Platz für drei Klassen bieten, zudem Toiletten und Nebenräume. Da aber die Grundschule in Bösel erweitert werden sollte, trat die Elternschaft zunächst zurück und ließ Bösel den Vortritt dank der Zusage, dann im Jahr später zum Zuge zu kommen.

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Gleich mehrfach reisen Abordnungen zur Regierung nach Oldenburg, um auf die Notwendigkeit der Schule hinzuweisen. Der Kreisschulausschuss genehmigt denn Bau im Jahr 1958. Der Präsident des Niedersächsischen Verwaltungsbezirks Oldenburg genehmigt die Errichtung schließlich am 23. September 1959. Am 24. November wird schon feierlich der Grundstein gelegt. Eine vollautomatische Torffeuerungsanlage wurde installiert. Als das Gebäude im Oktober 1960 noch nicht fertig war, musste in Schichten unterrichtet werden.

Die Schule erhielt auf Antrag der Siedlergemeinschaft den Namen Katholische Volksschule St. Georg zum Gedenken an Dr. Georg Schumacher, der sich um die Entstehung der Siedlung und den Bau der Schule große Verdienste erworben hatte. Noch heute erinnert eine Straße in Hülsberg an Schumacher.

Das Gebäude – und die Torfheizung – sollte im Laufe der nächsten Jahre auf großes Interesse stoßen. Im Mai 1962 besuchte sie sogar Bundespräsident Heinrich Lübke. Die Kinder brachten ihm ein Ständchen. In den folgenden Jahren diente die Schule als Versammlungsraum, Theatersaal-, Fest- und Wahllokal, geht aus der Chronik weiter hervor.

Eine Schule hat es in Hülsberg damit 14 Jahre gegeben, das Schulgebäude diente keine zehn Jahre als Bildungseinrichtung – noch einmal, als zwei Böseler Klassen für eine Übergangszeit einzogen. 1975/1976 wurde das Gebäude schließlich verkauft.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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