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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Im Krankenhaus soll niemand allein gelassen werden

20.09.2016

Altenoythe /Friesoythe /Vechta Während manch Nicht-Behinderter seine Tage nach der Operation auf einer Chirurgie gut gelaunt verbringt, erleben Menschen mit Handicaps solche Aufenthalte als Tortur. „Sie brauchen jemanden, der ihnen die Angst nimmt“, sagt beispielsweise die Mutter eines 30-jährigen Sohnes mit Down-Syndrom. 22 Einrichtungen aus dem Oldenburger Land, darunter auch Friesoyther und Altenoyther Institutionen, beteiligten sich an dem Projekt „Einfach anders – Menschen mit Behinderung im Krankenhaus“ des Landes-Caritasverbands (LCV) in Vechta.

In Friesoythe hat man sich dem Problem, dass Menschen mit Behinderung nicht alleine im Krankenhausalltag zurecht kommen, konkret angenommen. Die Einrichtung von „Zentren für erwachsene Behinderte“ werde vielerorts diskutiert. Im Friesoyther Krankenhaus sei die Entscheidung für ein solches Zentrum definitiv gefallen, stellt Geschäftsführer Bernd Wessels klar. „Der Bedarf ist da und wir sehen, dass wir Erfolge haben“, so Wessels. Zwar werde es vermutlich bis 2018 dauern, bis der Startschuss konkret fallen könne. Aber fallen werde er.

36 Monate lang finanziell durch die „Aktion Mensch“ gefördert „wird es in allen beteiligten Krankenhäusern und Einrichtungen der Behindertenhilfe weitergehen“, freut sich Projektleiterin Gertrud Hanenkamp.

So gebe es in allen Einrichtungen Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung. „Verständnis für die Abläufe des jeweils anderen gewinnen und konkrete Kommunikationswege festlegen“: Das sind für Tanja Zielinski vom Caritas-Verein Altenoythe wichtige Ergebnisse des vom Landes-Caritasverbands initiierten dreijährigen Prozesses.

Auch beim Caritasverein Altenoythe beispielsweise wird das Thema „Behindert im Krankenhaus“ weitergehen: Ein ehrenamtlicher Helferkreis ist geplant, der etwa eine hochbetagte Mutter zu ihrem behinderten Sohn ins Krankenhaus fährt. Es werde eine Bedarfserhebung geben, wo geschaut wird, welche Hilfe die Familie von behinderten Menschen oder auch das Krankenhaus brauche, in das er eingeliefert werde, stellt Zielinski in Aussicht.

In allen Einrichtungen seien Abläufe übersichtlicher gestaltet und die Kommunikation zwischen den Kliniken und den Einrichtungen der Behindertenhilfe verbessert worden, blickt Hanenkamp zurück: „Die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung ist nicht nur eine Frage von Haltung und Respekt, sondern auch von Fachkompetenz.“

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