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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

FORSCHUNG: Klimawandel auch im Putenstall

15.01.2010

KARTZFEHN Puten schwitzen nicht. Daher haben die Tiere an heißen Sommertagen in den Ställen Probleme, ihre Körperwärme abzuleiten. Verstärkt wird das Problem durch den Klimawandel, denn es werden immer heißere Sommer prognostiziert. Das Moorgut Kartzfehn in Kartzfehn bei Bösel – ein Putenvermehrungsbetrieb – beschäftigt sich mit dieser Thematik in einem Forschungsprojekt. Derzeit wird an einer optimalen Lüftung der Mastställe gearbeitet. Zudem soll eine dem Sommerwetter angepasste Fütterung entwickelt werden. Konzepte werden in einem eigens hergerichtete Teststall erprobt.

Bessere Bedingungen

Am Donnerstag stellten Geschäftsführer Enno Herlyn, Dr. Hartmut Meyer, Bereichsleiter Elterntierhaltung und Forschung, sowie Dr. Henrike Glawatz, Abteilungsleiterin Forschung, das Projekt vor. „Die extremen Temperaturen nehmen zu. Das stellt die Putenbetriebe vor neue Herausforderungen“, sagte Meyer. Daher werde derzeit erarbeitet, wie die Ställe durch einfache Umbaumaßnahmen auch für sehr heiße Sommerwetterlagen ausgerüstet werden können.

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„Wir wollen die Haltungsbedingungen von Mastputen in den Ställen verbessern“, sagte Glawatz. Gängige Offenstalltechnik und Sommerlüftungskonzepte aus geschlossenen Ställen werden kombiniert, um eine optimale, kostengünstige, energieeffiziente und praxistaugliche Lüftung zu erzielen.

Zum einen wird eine Änderung der Luftführung erprobt. Dabei wird an einem Ende des Stalles Außenluft eingeführt, der am anderen Ende durch Ventilatoren wieder abgesaugt wird. Dadurch entsteht ein Luftzug, der die Tiere abkühlt. „Wir müssen genau herausfinden, wie hoch die Luftgeschwindigkeit bei den verschiedensten heißen Temperaturen im Stall sein muss, damit ein kühlender Effekt bei den Tieren eintritt“, so die Forschungs-Abteilungsleiterin.

Daneben soll die Fütterung der Puten durch die Entwicklung eines speziellen Sommerfutters an die erhöhten Belastungen bei Hitze angepasst werden. „Dazu werden verschiedene Rezepturen mit veränderten Getreideanteilen und Verschiebungen der zeitlichen Fütterungsphasen konzipiert und die Gesundheit und Leistung der Puten in dem Teststall detailliert überwacht“, sagte Glawatz.

Projekt Nordwest 2050

Die Forschung in Kartzfehn ist Teil des Projekts „Nordwest 2050“ der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten. In diesem Rahmen sollen in den zentralen Wirtschaftssektoren der Region – Energiewirtschaft, Ernährungswirtschaft und Hafenwirtschaft/Logistik – Innovationsprojekte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erarbeitet werden. Das Forschungsprojekt in Kartzfehn läuft über fünf Jahre und wird von der Universität Oldenburg begleitet.

Forschung ist nur ein Zweig des Moorgutes Kartzfehn. Der Putenvermehrungsbetrieb hält aktuell jährlich 330 000 Elterntiere, die 27 Millionen Bruteier erzeugen. Es schlüpfen letztendlich 21 Millionen Küken, die dann an die Mäster ausgeliefert werden. Deutschlandweit stammt nach Firmenangaben jedes zweite eingestallte Küken aus Kartzfehn.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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