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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Bildungsexperten und Bürgermeister referieren

06.11.2019

Lastrup Ganz im Zeichen von Ausbildung und Gewinnung von Auszubildenden stand das diesjährige Unternehmerfrühstück, zu dem die Gemeinde Lastrup alljährlich die Unternehmer als Anerkennung für die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Zahlung der Gewerbesteuern einlädt, wie es Bürgermeister Michael Kramer begründete. Während der Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der IHK Oldenburg, Stefan Bünting, bildungspolitische Perspektiven der IHK erläuterte, stellte Herbert Feldkamp das von ihm initiierte Projekt „Pfiffikus“ vor. Über die Entwicklung der Gemeinde Lastrup gab Michael Kramer einen Überblick.

„Gerade in der Berufsschule können viele Geflüchtete dem theoretischen Unterricht nicht ausreichend folgen. Doch Deutschkurse und ausbildungsbegleitende Hilfen können diese Lücken nicht schließen“, erläuterte Bünting eins der Probleme auf dem Ausbildungsmarkt. In Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen Wechloy in Oldenburg und dem Oldenburger Verein pro:connect hat die IHK als Antwort das Projekt „Ausbildung 1+2“ initiiert. Die „2“ steht für zweijährige Ausbildungsberufe (zunächst „Verkäufer“ und „Fachlagerist“), die „1” für eine Verlängerung der Ausbildungszeit um ein Jahr, das genutzt wird, um berufliche Ausbildung mit fachsprachlicher Förderung zu kombinieren. Im ersten Ausbildungsjahr erhalten die Auszubildenden an zwei Tagen Deutschunterricht, gehen an einem Tag zur Berufsschule und sind zwei Tage im Betrieb. Im 2. Ausbildungsjahr erhalten sie 1,5 Tage Deutschunterricht, gehen 1,5 Tage zur Berufsschule. Im 3. Jahr erhalten sie noch einen Tag Deutschunterricht, gehen einen Tag zur Berufsschule und stehen dem Betrieb drei Tage zur Verfügung.

Mehr Zeit und Geld

Unternehmen investierten so zwar mehr Zeit und Geld in die Berufsausbildung; sie könnten dadurch aber einen Teil ihres Fachkräftebedarfs decken. Geflüchtete junge Menschen erhielten von Anfang an die volle Ausbildungsvergütung, würden individuell betreut und erhöhten deutlich ihre Chancen auf eine Tätigkeit als Fachkraft. Dieses Projekt sei im September 2019 mit 15 Teilnehmern in sechs Ausbildungsunternehmen gestartet. Wenn Unternehmen die Ausbildungsqualität von Beginn bis Abschluss der Ausbildung verbessern möchten, stehen IHK-Berater telefonisch oder bei einem Betriebsbesuch zur Seite.

Paten für jugendliche

Der Cloppenburger Goldschmied Herbert Feldkamp stellte das Bildungsprojekt „Pfiffikus“ vor. „Wir wollen Jugendliche begeistern und motivieren. Eines der Pfiffikus-Projekte sei das Patenprojekt „Jobs für Jugendliche“. „Wir begleiten Jugendliche ab Klasse acht bis zum ersten Ausbildungsjahr. Jeder Jugendliche erhält einen Paten“, erläuterte Feldkamp. Dabei schließen Eltern, Jugendlicher und Pate einen Vertrag mit verbindlichen Zusagen. Neben der Begleitung und Betreuung durch den Paten gebe es einen verpflichtenden Workshop zur Talentanalyse und einen zum Teamtraining sowie ein Zwei-Tage-Seminar „Zukunft Beruf“ mit einer Stärken-Schwächen-Analyse.

Als Anlaufstelle für alle unterschiedlichen Berufsorientierungsprojekte möchte Feldkamp als weiteres Projekt in allen Oberschulen einen Bildungs-Campus einrichten, einen eigenen, gut ausgestatteten Raum, in dem auch mit Unternehmern Orientierungsgespräche stattfinden könnten. „Hier sollen Informationen zu Berufen und Firmen bereitgestellt werden und Schule und Unternehmen vernetzt werden“, so Feldkamp, dessen Bildungs-Campus an der Oberschule Lastrup in der nächsten Zeit eingerichtet werden könnte.

Bürgermeister Kramer gab einen kurzen Einblick in die Gemeindefinanzen: Mit 4,5 Millionen Euro sei die Gewerbesteuer Haupteinnahmequelle. Die Einkommenssteuer habe weitere 2,4 Millionen€ in die Kasse gespült. Aber die Abgaben an den Kreis seien mit 3,2 Millionen€ auch um 450 000 € Euro höher ausgefallen als im Vorjahr.

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