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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Gegen Gewalt und diskriminierende Sprüche

22.12.2017

Löningen „Ihr könnt stolz auf diese Auszeichnung sein. Füllt das Projekt auch in Zukunft mit Leben“, ermutigte die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher die Schüler und Lehrer der St.-Ludgeri-Realschule Löningen am Donnerstag bei der offiziellen Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. „Es ist ein nachhaltiges Projekt und eine Verpflichtung, die die Schule eingeht“, mahnte auch Löningens Bürgermeister Marcus Willen, bevor ihnen Sebastian Ramnitz im Auftrag des Niedersächsischen Kultusministeriums das offizielle Logo überreichte.

Anhand einiger Beispiele von Diskriminierung auf dem Schulhof hatten Helen Richter und Julia Kramer das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vorgestellt, das sie mit Unterstützung vor allem der Lehrerinnen Katja Janssen und Tanja Schmitz organisiert hatten. „Wenn Kinder auf dem Schulhof Fußball spielen und lassen jemanden nicht mitspielen, weil er anders aussieht, eine andere Hautfarbe hat, ist das Rassismus“, war nur eins ihrer Beispiele.

Um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu bekommen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten, verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen.

Freiwillig verpflichten sie sich durch eine persönliche Unterschrift, dass es zu einer zentralen Aufgabe der Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden. Sie wollen sich gegen Gewalt und diskriminierende Äußerungen einsetzen und mithelfen, dass an ihrer Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen veranstaltet wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere gegen Rassismus, vorzugehen.

Bürgermeister Marcus Willen mahnte dazu, Sachverhalte differenziert zu betrachten. „Wenn, wie in den Jahren 2015/16, viele Menschen zu uns kommen zum Beispiel aus Kriegsgebieten, dann ist klar, dass sie zunächst Hilfe brauchen. Das ist von vielen politischen Kräften ausgenutzt worden. Es wurde Stimmung gemacht von Pegida, AFD oder anderen.“ Willen zeigte sich überzeugt, dass die Schule es schaffe, ihr Projekt durchzuhalten. „Ihr seid eine Verpflichtung eingegangen. Das schafft ihr.“

„Ihr habt Vorbildcharakter“, lobte Breher, die sich auch als Patin für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hatte. Im Landkreis Cloppenburg seien lediglich vier Schulen als Schulen ohne Rassismus ausgezeichnet worden – neben dem Copernicus-Gymnasium Löningen sei die Ludgeri-Realschule bereits die zweite Löninger Schule.

„Rassismus und Courage beginnen im Kleinen. Jeder ist anders, sieht anders aus, kann etwas anderes besonders gut. Auch im Schulalltag geht es darum, andere zu akzeptieren, zu respektieren, dass jemand andere Fähigkeiten hat. Mit den Begriffen Rassismus und Courage sind Respekt und Toleranz eng verbunden. Ich wünsche mir, dass dieses Projekt weitere Kreise zieht. Ihr könnt stolz auf die Auszeichnung sein“, sagte Breher.

Mit Musik-, Tanz- und Textbeiträgen, einem Info-Spiel „Weihnachten in verschiedenen Religionen“ und einem Weihnachtsquiz wurde die offizielle Feierstunde als Weihnachtsfeier der St.-Ludgeri- Realschule gestaltet.

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