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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Ministerpräsident Zu Besuch Im Landkreis Cloppenburg: Stephan Weil stellt sich den Löningern

12.12.2019

Löningen Mehr Lehrer, mehr Klassenräume und besser ausgestattete Räume würden sich die Schülersprecher des Copernicus Gymnasiums in Löningen, Celina Sill und Hannes Hülskamp, wünschen. „Aber es wird ja momentan viel umgebaut“, sehen die beiden Gymnasiasten bereits Verbesserungen. Insgesamt 13 Millionen Euro werden am Schulstandort investiert. „Wir werden komplett runderneuert“, freut sich Schulleiter Ralf Göken.

Wie sieht es an der Schule und in der Stadt aus? Davon wollte sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei einem Besuch am Mittwoch einen Eindruck machen. Die wichtigsten Themen und Probleme zusammengefasst.

Abordnungen

„Wie geht es Ihrer Schule?“, fragte Weil den Schulleiter. „Uns geht es sehr, sehr gut“, antwortete Göken vor allem in Hinblick auf die begonnenen Umbauten. Und schob die Einschränkung hinterher, dass es der Schule bis vergangenen Freitag noch besser ging. Da erfuhr Göken, dass die Schule Lehrer für 55 Stunden abordnen muss. „Landesweit haben wir eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent – aber das ist eben nur ein Durchschnittswert“, so der Landesvater.

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Der Lehrer-Nachwuchs entscheide sich eher fürs Gymnasium und zuletzt für Oberschulen. Und Schulen auf dem Land seien weniger beliebt. „Wenn beides zusammenkommt, haben wir ein Problem“, so Weil. Dann sei es nur fair, Schulen mit weniger Personal durch Abordnungen zu unterstützen.

Digitalisierung

In der von Schülern vorbereiteten Fragerunde an den Ministerpräsidenten ging es auch um die Digitalisierung. Ein Schüler fragte, wie das Land die Schulen künftig ausstatten wolle. Eine halbe Milliarde Euro ist laut Weil im Digitalpaket für die Schulen vorgesehen. „Jede Schule bekommt 30 000 Euro. Wo der Rest des Geldes eingesetzt wird, entscheidet der Landkreis in Zusammenarbeit mit den Kommunen“, so Weil.

Breitbandausbau

Die Situation um die Internetversorgung beschrieb der Ministerpräsident als „peinlich“. Gleichwohl arbeite man am Glasfasernetz, laut Weil soll dieser Prozess im Kreis in fünf Jahren abgeschlossen sein. „Bis dahin geht es bergauf, wir haben aber noch viel zu tun“, so Weil.

Nahverkehr

Viel zu tun ist auch noch beim Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs in Löningen, befand eine Schülerin. Hier konnte Landrat Johann Wimberg antworten: Am 1. April startet ein Rufbussystem, der Landkreis arbeitet außerdem an der Verbesserung von Bahnstrecken bis ins Emsland und in den Norden.

Klimaschutz

In Sachen CO²-Steuer forderte Weil in Hinblick auf die Landbevölkerung einen Ausgleich für Pendler: „Wir müssen beim Klimaschutz besser werden, ein Teil davon ist der Verkehr. Aber wir dürfen die ländliche Bevölkerung nicht überfordern.“ Im Schutz für das Klima sieht der Ministerpräsident durch den vielen Wind im Land auch eine Chance. Außerdem sei man Auto-Land und Agrar-Land Nummer 1 und könne durch den Umbau dieser Industrien eine Vorreiter-Rolle einnehmen. „Der Klimaschutz ist die größte Chance und die größte Herausforderung der nächsten zehn Jahre.“

Image der Politik

Weil ist der Meinung, dass Politiker verständlich sein müssen, um nicht als abgehoben wahrgenommen zu werden. Den Bürgern müsse klar sein, dass eine Demokratie aus Kompromissen bestehe und nicht alles schwarz und weiß sei. „Die Rechten tun so, als ob es einfache Antworten gibt. Die sind nämlich: ,Die anderen sind Schuld’ oder am besten noch ,Die Ausländer sind schuld’“, so Weil. Aber jeder Schüler kenne vielleicht jemanden, der nicht aus Deutschland komme. „Und mit denen kommt Ihr gut klar, oder?“, fragte Weil und erntete dafür viel Applaus aus dem Publikum im Forum Hasetal. Er rief dazu auf, sich politisch zu engagieren und für neuen Wind in den Parteien zu sorgen.

Ärzte auf dem Land

Im Rathaus der Stadt hatte Bürgermeister Marcus Willen dann noch einige Anliegen. Momentan gibt es vier Arzt-Praxen in Löningen, die Zukunft der medizinischen Versorgung mache ihm aber Sorgen. Es würde mehr ausgebildet, sagte Weil. Auch nannte er das Medizinische Versorgungszentrum in Werlte als Projekt, das Zukunft haben könnte. Dort arbeiten mehrere Ärzte in einer Gemeinschaftspraxis. Es müsse an vielen Stellschrauben gedreht werden, eine Landarztquote hält Weil nicht für das Allheilmittel.

Windenergie

Um die Akzeptanz für Windenergie zu erhöhen, plädierte Weil für vergünstigten Öko-Strom für Anlieger der Windräder. Auch unterstützt er das Modell der Bürgerparks. Dabei kaufen Bürger Anteile der Windräder und werden somit finanziell beteiligt. Von der diskutierten Grundsteuer Wind hält Weil nichts. „Wenn es so läuft wie bisher, dann werden wir den Klimaschutz nicht schaffen.“


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Eine Fotostrecke unter   nwzonline.de/fotos 
Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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