• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

„Machen mehr als nur Klassenfahrten“

18.07.2014

Friesoythe Die Berufsbildenden Schulen Friesoythe dürfen ab sofort auch den Titel „Europaschule“ führen. Eine entsprechende Urkunde wurde Schulleiter Dr. Georg Pancratz und Lars Murra, Abteilungsleiter Internationales, vom Präsidenten der Niedersächsischen Schulbehörde, Ulrich Dempwolf, Anfang der Woche in Lüneburg überreicht. Fünf Jahre lang ist dieses Zertifikat gültig und muss in dieser Zeit auch mit Leben gefüllt werden. Dass hinter dieser Auszeichnung „mehr steckt als nur Klassenfahrten“ (Dr. Pancratz), zeigten die beteiligten Lehrer – das Europateam – in einem Pressegespräch am Donnerstag auf. Viele Unterrichtsinhalte und Zusatzangebote seien bereits auf Europa ausgerichtet.

Bilingualer Unterricht

Bernd Schrand ist Leiter des Computer-Prüfungszentrums. Er berichtete, dass an der Schule ein europäischer Computerführerschein gemacht werden könne. Dieser erfülle alle Standards und sei europaweit anerkannt. Georg Stolle ist Ansprechpartner für das Comenius-Projekt, einem internationalen Austauschprogramm. Von 2009 bis 2011 haben die BBS Friesoythe unter dem Titel „Equal by law, but not in reality“ teilgenommen. Jetzt strebe man ein neues Comenius-Projekt an, in dem Schüler Praktika an Universitäten und in Unternehmen in Spanien, Nordirland und der Türkei machen können. Bewilligt sei dieses Vorhaben aber noch nicht.

An Fremdsprachen werden Englisch, Niederländisch und Spanisch unterrichtet, berichtete Claudia Kruhl, Fachteamleiterin Fremdsprachen. In jeder dieser Sprachen können die Schüler Zertifikate erlangen. Zudem gibt es einen bilingualen Unterricht in Volkswirtschaftslehre im Beruflichen Gymnasium Wirtschaft.

Der Ursprung der Städtepartnerschaft zwischen Friesoythe und dem polnischen Swiebodzin liegt in dem Engagement der BBS. Otto Stammermann hatte die ersten Kontakte geknüpft. Seit 16 Jahren gibt es mittlerweile schon regelmäßige Schüleraustausche zwischen den BBS Friesoythe und der Berufsschule in Swiebodzin. Daraus seien hin und wieder auch dauerhafte Kontakte und Freundschaften zwischen den Schülern entstanden, sagte Stammermann.

Europa sei natürlich auch fester Bestandteil des Politikunterrichts, erläuterte Uta Grüning, Fachteamleitung Politik. Vor allem im Vorfeld der Europawahl habe man sich verstärkt mit dem Thema beschäftigt. Aktuelle politische Themen und die europäischen Institutionen gehörten ebenso zum Politikunterricht wie die Anbindung des Oldenburger Münsterlandes an Europa. Auch Lehrerfortbildungen in Sachen Europa ständen regelmäßig an.

Seit 2011 gibt es an den Berufsbildenden Schulen die Zusatzqualifikationen „Kaufleute für internationale Geschäftstätigkeit“ und „IHK-Fachkraft für Im- und Exporte“, führte Birgit Hermes, Teamleiterin der Bereiche „Industrie“ und „Zusatzqualifikationen“, aus. Teil dieser Qualifikation ist ein Schülerpraktikum im Ausland. Mit diesen Angeboten möchte man vor allem leistungsstarke Schüler fördern.

120 von 140 Punkten

Dies seien nur die Höhepunkte der Europaaktivitäten an den BBS, so Pancratz. Der Europagedanke – und dazu zählten nicht nur wirtschaftliche Verflechtungen, sondern auch Begriffe wie Einheit, Gemeinschaft und Frieden – werde in vielfältiger Form an der Schule gelebt.

Das habe auch in der Bewertung der Schule Ausdruck gefunden. Um Europaschule in Niedersachsen werden zu können, musste man sich in einem Scoring-Modell beurteilen lassen. Die maximale Punktzahl war 140. Mindestens 80 Punkte musste man erreichen, um ausgezeichnet zu werden. Die BBS Friesoythe erzielte 120 Punkte. Murra: „Eine bombastische Bewertung.“

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.