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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Integration: Malerei vertreibt dunkle Gedanken

31.01.2015

Friesoythe Malen ist die große Leidenschaft von Alban Abazi – und Therapie zugleich. Therapie deshalb, weil er an Depressionen leidet. Kein Wunder. Lebte der 39-Jährige bis vor zwei Jahren noch mit seiner Frau und seinen drei Kindern als angesehener Berufsmusiker in Shkodra im Norden Albaniens, lebt er nun als Asylbewerber mit seiner Familie im Flüchtlingswohnheim in Friesoythe.

Der ausgebildete Schlagzeuger habe vor der albanischen Mafia und der korrupten Polizei fliehen müssen, er habe um sein Leben und um das seiner Frau und Kinder gebangt. Seine Erinnerungen an die letzten Jahren in Albanien haben ihn traumatisiert. Über seine Erlebnisse spricht er nicht. Hilfe findet er in der Malerei.

Vernissage

Ausgewählte Bilder von Alban Abazi werden in der Galerie „Schlachthof Vorwold“ an der Burgstraße in Friesoythe ausgestellt. Die Ausstellung beginnt mit einer Vernissage am Donnerstag, 5. Februar, um 19 Uhr. Der Kunstkreis Friesoythe lädt dazu die gesamte Bevölkerung ein.

    www.kunstkreis-friesoythe.de

Über Luxemburg und Bramsche kam Familie Abazi im Oktober 2014 nach Frie- soythe. Im Heim am Pehmertanger Weg stapeln sich mittlerweile seine bunten Bilder. Eines davon hatte der Künstler zu Weihnachten an Petra Timmermann verschenkt. Als Dankeschön dafür, dass sie seine Kinder (acht, zehn und 13 Jahre alt) unterrichtet. Timmermann war von dem Talent des Albaners begeistert und schuf den Kontakt zum Kunstkreis Friesoythe.

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Handeln ist die Antwort

Die Mitglieder der Künstlervereinigung erfuhren vom Schicksal der Familie. Spontan nahmen die Mitglieder des Kunstkreises Abazi in ihre Reihen auf und stellten ihm einen Raum im Atelier „Schlachthof Vorwold“ zur Verfügung. Dort ist der 39-Jährige fast täglich. Er malt vor allem Landschaftsbilder, aber auch die griechische Mythologie beschäftigt ihn. „Ich bin so dankbar, dass ich hier malen darf“, sagt Abazi. Noch mehr freut er sich, dass ihm eine eigene Ausstellung zuteil wird (siehe Info-Kaste).

„Kunst verbindet. Da spielen Nationalitäten und Politik keine große Rolle“, sagt Kerstin Kramer vom Kunstkreis Friesoythe. Daher sei es für die Künstlergruppe eine Selbstverständlichkeit gewesen, den Maler zu unterstützen.

Ob und wie lange die von Abschiebung bedrohte Familie Abazi in Friesoythe bleiben kann, steht in den Sternen. Ihr Asylantrag befindet sich derzeit in einem schwebenden Verfahren.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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