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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Marienschule wird zur Ganztagsschule

08.05.2015

Friesoythe Die Friesoyther Marienschule wird ab dem Schuljahr 2016/2017 eine Ganztagsschule. Einem entsprechenden Antrag der Schule an der Brakestraße haben die Mitglieder des Schulausschusses der Stadt Friesoythe am Mittwochabend zumindest einstimmig zugestimmt. Bei dem Angebot handelt es sich um eine offene Ganztagsschule an vier Tagen in der Woche. Das bedeutet, dass es den Eltern frei steht, ihre Kinder bis zum Nachmittag in der Schule zu lassen.

Eine Elternabfrage habe ergeben, dass der Bedarf an einem ganztägigen Schulangebot auf jeden Fall da ist, machte Ina Niehaus, Lehrerin an der Marienschule, in der Sitzung im Rathaus am Stadtpark deutlich. Sie stellte den Ausschussmitgliedern das Konzept der Schule vor, das sie gemeinsam mit Maria Eilers, Marion Budde, Sabine Wegmann und Christina Vogelsang erstellt hatte. Daraus geht hervor, dass weit über 60 Prozent, die an der Umfrage teilgenommen haben, ein Ganztagsangebot begrüßen würden. 85 Prozent der Befürworter haben zudem auch ein Interesse an einem Mittagsangebot für ihre Kinder.

Viele Kinder mit Defiziten

In dem Konzept der Marienschule sei auch klar beschrieben, warum ein Ganztagsangebot erforderlich ist. „Viele Kinder sind nachmittags auf sich allein gestellt. Sie zeigen in ihrem Verhalten deutliche Sozialisationsdefizite. Eine Reihe von Schülern kennt keine regelmäßige Mahlzeit mehr. Ein gemeinsames Essen findet in vielen Familien nicht mehr statt. Außerdem wird in vielen Familien nicht auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet. Kinder aus sozial schwachen Familien können häufig nicht an kostenpflichtigen Nachmittagsangeboten teilnehmen“, zitierte Niehaus aus dem Konzeptpapier.

All diese Defizite könne man durch ein schulisches Ganztagsangebot kompensieren. Der Plan sieht nach dem regulären Unterricht ein gemeinsames Mittagsessen und eine Spiel- und Ruhepause vor. Anschließend soll es eine Hausaufgabenbetreuung und Förderung geben. Abschließend seien unterrichtsergänzende Angebote vorgesehen.

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Spannende Debatte

Eines sei bei den Schülerzahlen von derzeit 126 aber auch klar. „Was wir brauchen, ist eine Mensa. Und keine Zwischenlösung“, sagte Niehaus.

„Wir freuen uns darüber, dass sich die Marienschule durchringen konnte, den Antrag zu stellen“, sagte CDU-Ratsfrau Hildegard Kuhlen dem Antrag die Unterstützung zu. Sie fügte aber auch hinzu, dass der Antrag schon viel früher hätte gestellt werden können. Unterstützung gab es auch von der SPD-Fraktion: „Das Ganztagsangebot ist dringend nötig“, sagte Ratsfrau Marlene Altevers.

Die Marienschule wäre nach der Ludgerischule die zweite Grundschule mit einem Ganztagsangebot. Weiter sind seitens der Stadt die Gerbertschule in Altenoythe, die Grundschule am Markatal in Markhausen sowie die Grundschule in Gehlenberg angefragt worden, ob dort Überlegungen für einen Ganztagsschulbetrieb bestehen würden. Alle drei Einrichtungen signalisierten Zustimmung.

Warum nur die größeren Grundschulen gefragt worden seien, wollte die Thülerin Kuhlen auf der Sitzung von der Verwaltungsspitze wissen. Ebenso, was mit den sechs kleineren Grundschulen sei. „Die Umsetzung bedeutet einen großen organisatorischen Aufwand. Das muss vor Ort machbar sei. Daher lag es Nahe, erst die größeren Grundschulen zu fragen“, erläuterte Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. Wenn es allerdings kleinere Grundschulen geben sollte, die sich diesen Herausforderungen stellen wollten, könnten diese gerne einen Antrag stellen. „Das sind wir ganz offen“, so Hamjediers.

CDU hat Bedenken

Karl-Heinz Krone (CDU) gab zu bedenken, dass die kleineren Ortschaften eine „schleichende Auflösung“ ihrer Schulen vor Ort befürchten würden, und „das wollen wir nicht fördern“. Auch Kuhlen gab ein Bekenntnis zu den kleineren Grundschulen – zumindest für Thüle – ab: „Wir werden mit allen Kräften dafür sorgen, dass die Thüler Grundschule noch lange erhalten bleibt.“

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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