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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Seelter Buund: Mehr Platz und Zeit für Saterfriesisch an den Schulen

11.10.2010

RAMSLOH Gut 40 Besuchern nahmen am Freitagabend an der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Saterland – Seelter Buund – im Landgasthof Dockemeyer in Hollen teil. Georg Pahl, 2. Vorsitzender, begrüßte neben den Mitgliedern auch Ehrenboas Heinrich Kröger.

Als besondere Höhepunkte des vergangenen Jahres ließ Georg Pahl in seinem Rückblick noch einmal die wichtigsten Veranstaltungen Revue passieren. Der Seelter Buund zählt aktuell 286 Mitglieder. Kassenprüfer Alfons Heese und Konrad Schulte bescheinigten Schatzmeisterin Elisabeth Sibum eine gesunde Kassenlage. Auf ihren Vorschlag hin wurde dem Vor-stand einstimmig die Entlastung erteilt.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Klara Berkenheger, Scharrel, Cäcilia Kröger, Scharrel, Christine Laing, Scharrel und Gerd Heese, Ramsloh mit Ehrenurkunden ausgezeichnet.

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Zu Beisitzern im Vorstand des Seelter Buund wählten die Heimatfreunde für den Gemeindeteil Sedelsberg in Abwesenheit Paul Kühling und Monika Knelangen. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Alfons Heese wurde Bernd Horstmann zum Nachfolger gewählt.

Ingeborg Einhaus als Fachleiterin Seeltersk an den Schulen informierte über das geplante Vorhaben „Das Saterland als Modellprojekt für die Mehrsprachigkeit“. Bisher habe es in den Kindergärten und Schulen nur stundenweise Saterfriesisch gegeben. In den Kindergärten wurden die saterfriesischen Arbeitsgemeinschaften durch ehrenamtliche Helfer des Seelter Buund unterstützt. „Jetzt möchte man mehr tun, um die einzigartige Sprache als wertvolles Kulturgut zu erhalten,“ sagte Einhaus.

Das Modellprojekt sei ein Bildungsvorteil für alle Kinder im Saterland. Ingeborg Einhaus machte deutlich, dass Mehrsprachigkeit für Kinder keine Belastung sei. Bisher gab es für Saterfriesisch an den Grundschulen und Kindergärten nur eine Unterrichtsstunde wöchentlich. Mit dem Modellprojekt bekommen alle Kinder die Chance, mit Hilfe zusätzlicher Angebote das Saterfriesische zu erlernen. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Benötigt werden jedoch Saterfriesisch sprechende Lehrer in den Schulen und Erzieherinnen in den Kindergärten. Sie sollen in einem dreieinhalbjährigen Sprachkursus vorbereitet werden. Während aus dem Saterland zwei Schulen teilnehmen können, haben bereits alle fünf Kindergärten ihre Bereitschaft signalisiert.

Sprechpraxis sollten die Teilnehmer durch Gesprächskreise mit Saterfriesisch spre-chenden Personen bekommen. Da die Kosten von 60 000 Euro für das Projekt selbst beschafft werden müssen, seien nicht nur der Heimatverein um Unterstützung gebeten worden, sondern auch die Gemeinde und verschiedene Stiftungen. Jetzt gelte es aber, das Projekt im Saterland bekannter zu machen und die erforderlichen Mittel zu organisieren. Aus der Versammlung wurde angeregt, den Mitgliedsbeitrag für fünf Jahre um zehn Euro pro Mitglied zu erhöhen und dieses Geld in dieses Projekt zu geben.

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