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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Meilenstein auf dem Weg zur Inklusion

20.04.2016

Altenoythe Menschen mit Behinderungen haben es auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt alles andere als leicht. Es ist sogar eher die große Ausnahme, dass es eine Person mit Handicap schafft, eine reguläre, versicherungspflichtige Arbeitsstelle zu finden. Das Problem ist oftmals, dass Menschen mit Behinderungen ihre Fähigkeiten nicht nachweisen können.

Das wird sich in den Bereichen Gartenbau und Hauswirtschaft bald ändern. In Zukunft können hier Zertifikate als „Hilfskraft im Gartenbau“ und „Hilfskraft in der Hauwirtschaft“ erworben werden. Die VAB (Vertrieb, Auftragsbeschaffung und Bildung zur Teilhabe am Arbeitsleben) mit Sitz in Meppen als Vertreter von 13 Werkstätten für Menschen mit Behinderungen hat gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die beiden zweijährigen und landesweit anerkannten Qualifizierungsmaßnahmen ausgearbeitet.

„Damit haben wir einen Meilenstein auf dem Weg zur gelebten Inklusion auf den Weg gebracht“, sagte Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, am Dienstag im Bildungs- und Veranstaltungshaus des Caritas-Vereins Altenoythe. Dort konnte er in einem feierlichen Festakt acht Einrichtungen Akkreditierungsurkunden überreichen, die es erlauben, die Qualifizierungen durchzuführen. Neben dem Caritas-Verein Altenoythe und dem Andreaswerk Vechta gehören die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg, die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit Wilhelmshaven, die Bersenbrücker gemeinnützigen Werkstätten, die Caritas-Werkstätten nördliches Emsland in Papenburg, das Christophorus Werk in Lingen und das St.-Vitus-Werk in Meppen dazu.

„Die Qualifizierung ist für junge Menschen gedacht, die nicht mehr ausbildungsfähig sind, jedoch in ihren Stärken so qualifiziert werden können, dass sie in der Arbeitswelt Aufgaben eigenverantwortlich übernehmen können“, so der Kammerpräsident. Damit werde auch ein wichtiges, innovatives Signal im Bereich der Inklusion für Niedersachsen gesetzt.

„Das ist ein Pilotprojekt, das nach außen strahlen wird“, ist Michael Bode, Vorstand des Caritas-Vereins Altenoythe, überzeugt. Die Teilnehmer bekämen durch die berufliche Bildung wichtige Erfolgserlebnisse, so Bode, der gemeinsam mit Michael Korden, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG), den Gästen zunächst die Situation in den Werkstätten darstellte.

„Jeder braucht eine faire Chance“, sagte CDU-Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann, der als Festredner geladen war. Das sei zwar immer leicht gesagt, aber längst nicht selbstverständlich. „Sie haben nach einem gemeinsamen Weg gesucht, um Türen zu öffnen und um Inklusion mit Leben zu füllen“, lobte er die Werkstätten und die Landwirtschaftskammer. Mit der Qualifizierungsurkunde würden die Menschen mit Behinderungen einen Leistungsnachweis in die Hand bekommen, der sie im Arbeitsleben weiterbringen werde. „Dieses innovative Vorhaben ist ein Leuchtturmprojekt, das es bundesweit nicht gibt“, sagte Stegemann. Er wisse aber auch: „Der Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist noch weit.“

VAB-Geschäftsführer Johannes Münzebrock erinnerte an eine über einjährige Planungsphase der beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen, an deren Ende etwas „Tolles“ entstanden sei. Die Akkreditierung der Werkstätten sei Zeichen dafür, dass „unsere Einrichtungen Strukturqualität mit Hand und Fuß haben“.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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