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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Therapiehunde als Brückenbauer

15.02.2019

Ramsloh „Wer möchte denn die Hunde nehmen?“, fragt Bärbel Hommel. Sofort gehen viele Hände in die Luft. Die Hundeführerin für Therapiebegleithunde übergibt Kimi und Keks an zwei Schülerinnen und nimmt noch einige Materialien zum Basteln mit. Gemeinsam mit Hommel und ihrem Lehrer Reinhard Walter gehen die acht Jugendlichen hoch in einen Raum im Sonnenhaus Saterland in Ramsloh.

Die Schülerinnen des Laurentius-Siemer-Gymnasiums in Ramsloh gehören, wie 16 weitere ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, zur AG Kinder-Demenz-Tiere. Drei Wochen lang besuchen sie jeden Mittwoch gut eine Stunde lang acht an Demenz erkrankte Seniorinnen und Senioren im Sonnenhof Saterland. Die nächsten beiden Gruppen, die auch jeweils aus acht Schülern bestehen, sind in den kommenden Wochen dran. Immer dabei sind die Therapiehunde Kimi und Keks.

Lesen Sie dazu auch:Tiere verbinden Jung und Alt, Nordwest-Zeitung vom 6. September 2018

Die Jugendlichen haben sich in den drei Gruppen verschiedene Projekte überlegt, die sie mit den Bewohnern machen wollen. Dabei wird gebastelt und fotografiert oder es werden Geschichten gesammelt. Alle Projekte drehen sich um das Thema Hunde. „Sie sind mal mehr, mal weniger im Mittelpunkt“, erklärt Walter. „Sie wirken eher durch ihre Anwesenheit.“ Die Tiere laufen im Raum herum und lassen sich von allen streicheln und füttern. „Die Hunde sind Türöffner.“

Und das manchmal auch wörtlich: Zwei der Senioren wollten zunächst auf ihren Zimmern bleiben. Bärbel Hommel und eine Schülerin haben die beiden mit Keks besucht – und konnten immerhin eine Seniorin doch noch an den Tisch holen. „Das ist ein schönes Beispiel, wie sehr die Hunde als Brückenbauer dienen“, sagt Walter.

Die Idee zu dem Projekt stammt von Bärbel Hommel. Vor einigen Jahren hat sie in Frankfurt am Main gearbeitet. Dort hat sie eine Schülerin kennengelernt, die Senioren besucht hat. Dabei kam ihr die Idee: „Man muss die ältere mit der jüngeren Generation verbinden können.“

Diese Idee kommt auch bei den Schülern gut an. „Ich finde es toll, wie man mit den Hunden Leute erreichen kann“, sagt die 14-jährige Nadin aus Elisabethfehn. Der elfjährigen Luisa aus Ramsloh gefällt besonders, dass sie etwas mit Menschen unternehmen kann. „Am besten gefällt mir, dass wir was mit den Senioren unternehmen.“

Auch den Bewohnern gefällt das Programm. „Das ist mal was anderes“, sagt die 68-jährige Franziska Strat. Die gebürtige Emsdetterin ist von den Besuchern begeistert. „Die Kinder sind super drauf – und die Hunde auch.“

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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