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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Bisher 29 „Rathaus-Mäuse“

11.04.2019

Ramsloh Die Gemeinde Saterland wird voraussichtlich nur zwei Gruppen im Übergangs-Kindergarten „Rathaus-Mäuse“ im Dachgeschoss des Rathauses Ramsloh unterbringen müssen. Am Dienstagabend gab Bürgermeister Thomas Otto (parteilos) während der Ratssitzung die Anmeldezahlen für das nächste Kindergartenjahr bekannt.

Insgesamt würden Plätze für 40 künftige Kindergarten- und 23 Krippenkinder in Ramsloh fehlen. Die Eltern, die eine Absage für die Kindergärten „Pusteblume“ und St. Jakobus erhalten hatten, waren über die Übergangslösung im Rathaus informiert worden. Jeweils fünf Rückmeldungen von Eltern würden noch für den Kindergarten- und den Krippenbereich ausstehen. Auch „Kann-Kinder“ wurden noch nicht berücksichtigt. Aber: „Es ist aber noch Luft“, so Otto.

Kein Bewegungsraum

Nach bisherigem Stand werden den Übergangs-Kindergarten 21 Kindergarten- und acht Krippenkinder besuchen. Und in einer Kindergartengruppe können bis zu 25 Kinder untergebracht werden. Bei nur zwei Gruppen muss der kleine Sitzungssaal nicht zum Bewegungsraum umgebaut werden. Die Ausschreiben für die Umbaumaßnahmen laufen bereits. Auch mit dem Landkreis sei wegen des Brandschutzes gesprochen worden. Dieser habe keine Bedenken geäußert, da das Rathaus über zwei Treppenhäuser verfügt, teilte Otto mit.

Derzeit in Planung befinde sich noch ein Konzept zur Änderung der Parkplatzsituation beim Rathaus. Dort soll für Eltern und Kinder ein sicherer Weg zum Übergangs-Kindergarten gewährleistet werden. Da auch ein Spielplatz im Rathausgarten angedacht ist, denkt die Gemeinde über Lärmschutz-Maßnahmen für Mitarbeiter nach, die dort Büros haben.

Die Kosten für den Ausbau im Dachgeschoss – dort sollten sowieso Büroräume entstehen – wurden auf knapp 100 000 Euro€ geschätzt. Otto machte noch einmal deutlich, dass eine Containerlösung für drei Gruppen 135 000 Euro zusätzlich gekostet hätte. Erzieherinen des kommunalen Kindergartens „Pusteblume“ werden die „Rathaus-Mäuse“ betreuen. „Wir werden eventuell aber auch für Vertretungsfälle noch neues Personal einstellen müssen“, sagte Otto auf Nachfrage.

Die „Rathaus-Mäuse“ wird es nur solange geben, bis die Kindertagesstätte an der Möhlenschleede in Ramsloh-Hollen – voraussichtlich im Frühjahr 2020 – fertig ist. Diese befindet sich in unmittelbarer Nähe zum dortigen Bahnübergang. Darum und auch, weil dort kürzlich ein Unfall passiert ist, fordert der Betreiber der Strecke, die Emsländische Eisenbahn (EEB) den Abschluss einer Kreuzungsvereinbarung, um 2020 unter anderem Halbschranken zu installieren. Dafür muss die Gemeinde eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 75 000 Euro in 2019 außerplanmäßig bereitstellen, da sie als Lastenbauträger, ein Drittel der Gesamtkosten tragen muss.

Pistole auf der Brust

Die Forderung der EEB stieß den Ratsfraktionen und dem Bürgermeister sauer auf. „Ich bin sicher, dass der Verkehr dort nicht zunehmen wird“, sagte Otto. „Es geht hier um Aktionismus und gefühlte Sicherheit, die die EEB herstellen will. Man setzt uns die Pistole auf die Brust.“ Dennoch machte Otto klar, dass man um die Zahlung nicht herumkomme, um weitere Verzögerungen beim Bau der Kita zu vermeiden.

„Wo ist die Notwendigkeit, jetzt zu zahlen, wenn es erst 2020 gemacht wird?“, fragte Karl-Peter Schramm (Gruppe SPD/Grüne). Es gebe genug andere Bahnübergänge, wo mehr Verkehr sei, waren sich die Fraktionen im Gemeinderat einig.

Gerd Albers (CDU) bemängelte einen „ziemlich robusten Umgang“ der EEB mit der Gemeinde. Er hätte sich ein Gespräch im Vorfeld gewünscht. Das sahen auch Henning Stoffers (Gruppe SPD/Grüne) und Franz Hericks (UWG) so. Sie sprachen sich dafür aus, einen EEB-Vertreter einzuladen.

Widerwillig beschloss der Rat bei einer Enthaltung (Gerd Albers), die Verpflichtungsermächtigung zu zahlen. Die Deckung soll bis zur Bereinigung im Nachtrag bei den im Haushalt 2019 zur Verfügung stehenden Verpflichtungsermächtigungen für die Erschließung der Wohnbaugebiete Witteberg und Holtisk erfolgen. Es können auch noch Zuschüsse nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragt werden.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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