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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Verkehrskonzept soll angepackt werden

26.05.2018

Ramsloh Die Gemeinde Saterland will die gefährliche und teils chaotische Verkehrssituation für Schüler sowie Krippen- und Kindergartenkinder an der Schul- und Mootzenstraße in Ramsloh entschärfen. Zu den Bring- und Abholzeiten ist das Verkehrsaufkommen dort sehr hoch, insbesondere auch, weil viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zu den Einrichtungen fahren. Dazu zählen die Grundschule Ramsloh, der Kindergarten „Pusteblume“, die Krippe „Lünikenääst“, aber auch das Schulzentrum Saterland (Haupt- und Realschule) und das Laurentius-Siemer-Gymnasium (LSG). Zu besagten Zeiten wird häufig nicht vorschriftsmäßig gefahren und geparkt, unkontrolliert abgebogen oder an risikoreichen Stellen gehalten, so dass gefährliche Verkehrssituationen entstehen.

Grundschule, Kindergarten und Krippe sowie die entsprechenden Elternräte hatten im Mai 2017 ein Verkehrsgutachten beantragt, um mögliche Lösungsansätze zur Entschärfung zu ermitteln. Auch das Schulzentrum und Anwohner hatten ihre Sorgen zur Verkehrssituation geäußert. Die Gemeindeverwaltung hat zwischenzeitlich beim Planungsbüro PGT Umwelt und Verkehr in Hannover ein Verkehrskonzept für die Schul- und Mootzenstraße in Auftrag gegeben. Der gebildete Arbeitskreis hat in zwei Sitzungen das Konzept beraten. Vorgestellt wurde es am Donnerstagabend im Rathaus in Ramloh von Diplom-Ingenieur Heinz Mazur (PGT) in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Verkehrswesen und Fremdenverkehr. Die geplanten fünf Maßnahmen seien nur so gut, wie Eltern, Lehrer und Schüler sie auch einhielten, betonte er. Es gehe um mehr Verkehrssicherheit, aber auch darum, an die Kinder und Eltern zu appellieren, mehr mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu der entsprechenden Einrichtung zu kommen.

Maßnahme 1

Am Knotenpunkt Mootzenstraße/Schulstraße soll ein Kreisverkehr (Mini-Kreisel) mit Zebrastreifen entstehen, um die Geschwindigkeit der Autos zu reduzieren. Der Busverkehr vom angrenzenden ZOB soll so sicherer ab- und zufließen.

Maßnahme 2

Auf dem großen Parkplatz Süd (Festplatz) an der Grundschule soll eine multifunktionale Hol- und Bringzone für die Grundschule und das Schulzentrum entstehen, die zu Festen umgebaut werden kann. Die Zufahrt über den Parkplatz soll nur noch über die Schulstraße erfolgen. Die Zufahrt über die Mootzenstraße wird aufgehoben. Auch Lehrerparkplätze sind geplant. Geschätzte Kosten ohne Lehrerbereich: rund 11 800 Euro.

Maßnahme 3

Geplant ist, den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) vor dem Schulzentrum (SZS) und LSG barrierefrei auszubauen. Laut Mazur wird es für die Maßnahme mindestens Fördermittel in Höhe von 75 Prozent geben (Landesnahverkehrsgesellschaft). Möglich seien bis zu 87,5 Prozent (12,5 Prozent vom Landkreis).

Maßnahme 4

Vor dem Schulzentrum an der Schulstraße bzw. auf dem Parkplatz beim Rathaus und der Polizei soll eine weitere Hol- und Bringzone entstehen. Der Kfz-Verkehr soll den Parkplatz (Rathaus) dann nur noch in eine Richtung über die Schulstraße befahren können, nicht mehr über die Hauptstraße. „Hol- und Bringzonen sind das Gebot der Stunde“, so Mazur. Man habe gute Erfahrungen gemacht. Durch sie nehme der Autoverkehr in der Regel ab.

Eine temporäre Sperrung der Schulstraße für den Autoverkehr zwischen circa 6.30 und 8.30 Uhr ist wieder verworfen worden. Die Hauptquerung zum SZS über die Schulstraße soll besser gesichert werden, z.B. durch eine Plateau-Aufpflasterung (Doppelplateaus). Die Kostenschätzung: rund 39 400 Euro.

Maßnahme 5

Die Mootzenstraße soll ganztägig zur Durchfahrt für den Autoverkehr gesperrt werden. Etwa bis zur Tennisanlage können die Autos von beiden Seiten fahren, dort wird ein Sperrelement installiert. Vor den Tennisplätzen ist ein größer Kindergarten-Parkplatz geplant, für den auch schon Mittel in den Haushalt eingestellt wurden. Die Straßenparkplätze vor Grundschule und Kindergarten sollen aufgehoben werden. Dafür soll eine großzügige Gehwegachse angelegt werden. Die Hauptquerungen zur Grundschule und der Kita sollen durch Aufpflasterung und größere Aufstellflächen für die Kinder gesichert werden. Am Fahrbahnrand sind z.B. Poller geplant (auf der Schul- und Kita-Straßenseite). Kosten: rund 12 800 Euro

Der Ausschuss sprach sich nach einem Antrag von Thomas Giehl (CDU) dafür aus, die Maßnahmen fünf (Sperrung Mootzenstraße) und zwei (Hol- und Bringzone Festplatz) noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen (sechs Ja-Stimmen, vier dagegen, zwei Enthaltungen), ehe dann 2019 voraussichtlich die Maßnahme vier zur Umsetzung kommt. Die weitere Entwicklung wolle man abwarten. Aufgrund einiger kritischer Stimmen im Hinblick auf die Kosten, aber auch die nötige Entscheidungsgrundlage hatte zuvor im Raum gestanden, das Verkehrskonzept und die fünf Maßnahmen ohne Empfehlung an den Verwaltungsausschuss weiterzugeben.

Man sollte jetzt mit der Umsetzung des Projektes anfangen, betonte hingegen Ausschussmitglied Karl-Peter Schramm (SPD). Es sei genug diskutiert worden. „Es geht um die Sicherheit der Kinder. Doch die Gemeinde hat nicht die Aufgabe, die Eltern zu erziehen“, sagte Giehl (CDU).

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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