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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Realschüler aus Cloppenburg engagieren sich für Japan

19.03.2011

CLOPPENBURG „Bei meiner Religionshausaufgabe – wir sollten einen Zeitungsartikel über die Situation in Japan schreiben – kam mir der Gedanke, dass wir unbedingt helfen müssen“, erzählt die 15-jährige Julia Büter. Schnell überzeugt sie auch ihre Freundin Marion Möller von der Idee.

Daraufhin wandten sich die Schülerinnen der Klasse 9a an der Marien-Realschule Cloppenburg gemeinsam an Schulleiterin Christine Döpke. „Ich war gleich von der Eigeninitiative der Mädchen angetan und möchte sie bei ihren Plänen unterstützen.“

Nach einer kurzen Durchsage sind die beiden Schülerinnen mit ihrem Plan nicht mehr allein: Eine 27-köpfige Truppe versammelt sich in der Pause in einem Klassenraum, um Vorschläge für die Hilfsaktion zu sammeln. Unter anderem stehen Ideen wie die Ausrichtung eines Flohmarktes, der Verkauf von Ostergrüßen sowie ein Spendenaufruf an der Tafel. Eine konkrete Entscheidung wollen die Schüler am kommenden Dienstagnachmittag treffen. Fest steht: Die Einnahmen der Aktion sollen an eine Hilfsorganisation gehen.

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Auch an anderen Schulen in Cloppenburg ist die Katastrophe in Japan ein Thema. „Wir können und dürfen in Anbetracht des Todes und der Bedrohung so vieler Menschen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Deshalb wird Japan natürlich auch im Unterricht angesprochen“, sagt Paul Nienaber, Leiter der Haupt- und Realschule Pingel-Anton. Da der Umgang des Menschen mit der Natur zurzeit sowieso Thema in vielen Unterrichtsfächern sei, zeige Japan treffend die „Überschätzung der Menschen gegenüber der Natur“.

Auch an den BBS am Museumsdorf in Cloppenburg wird das Unglück thematisiert. „Die vielfältigen Aspekte der Japankrise fließen bei uns insbesondere im Fach Politik sowie im berufsspezifischen Unterricht ein“, sagt Schulleiter Günter Lübke.

An der Grundschule Wallschule hat eine vierte Klasse ihre Frühstückspause für eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer Japans unterbrochen, teilte Schulleierin Heike Niemeyer der NWZ   mit. „Wir legen besonderen Wert auf eine kindgerechte Vermittlung der Thematik. Schließlich sollen die Mädchen und Jungen nicht verängstigt werden.“

Anders wird das Thema an der Grundschule in Emstekerfeld gehandhabt. „Wir gehen an unserer Schule nicht explizit auf das Thema Japan ein. Gerade in der Grundschule halte ich es für wichtig, dass ein Kind noch das Anrecht hat, Kind sein zu dürfen“, so Schulleiter Werner Espelage .

Die beiden Cloppenburger Gymnasien, Liebfrauenschule (ULF) und Clemens-August-Gymnasium, planen keine verbindliche Einbettung des Themas Japan in den Unterricht, so die beiden Schulleiter Andreas Weber und Heinrich Hachmöller. Bei Anfragen von Seiten der Schüler seien die Lehrer natürlich dazu angehalten, auf den Gesprächsbedarf der Schüler einzugehen.

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