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Schulsanitätsdienst: Schüler sind im Notfall schnell zur Stelle

14.01.2017

Altenoythe Ein Schüler liegt am Boden, sein Knöchel schmerzt. Gleich sind drei Schüler zur Stelle, kümmern sich um ihn, holen Hilfe und versorgen ihn vor Ort. Diese Situation könnte sich so auf dem Schulhof der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe abspielen. Doch die Schüler stellten nur ein mögliches Fallbeispiel bei der Eröffnung des Jugendrotkreuz (JRK) Schulsanitätsdienstes dar. Dieser ging nun ganz offiziell an den Start.

Ab sofort können 14 Schüler als kompetente Ersthelfer beispielsweise bei Unfällen an der Schule eingreifen. In jahrgangsgemischten Dreiergruppen sind die Schüler jeweils über eine Woche in den großen Pausen im Einsatz und werden zudem bei ihrer Aufsicht von Lehrern unterstützt.

Die Zwillinge Paul und Jonas Barlage (13) sind auch bei der DLRG tätig. Der Sanitätsdienst sei dabei eine gute Ergänzung, sagen sie. Zudem fühle man sich in Notfallsituationen nun „nicht so hilflos“, sagt Paul. Ihr Cousin Gerit Barlage (13) macht „für das Gewissen“ mit und möchte im Ernstfall vorbereitet sein.

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Die gemeinsame Aktion des JRK und der Schule trage dazu bei, die Erstversorgung in der Schule sicherzustellen, wobei die Lehrer weiter in der Verantwortung sind, erklärte Lehrerin Martina Konen. Sie ist zugleich Erste-Hilfe-Ausbilderin beim DRK und initiierte das Projekt. Zudem trage die Aktion zu Werteerziehung und sozialem Lernen bei. Hürden würden übersprungen, was zur Stärkung des Selbstbewusstseins beitrage. Die Schüler werden zur Verantwortung erzogen, können Gefahrenquellen erkennen und auch präventiv handeln. Auch benachteiligte Kinder werden integriert.

Ein halbes Jahr haben die 14 Schüler von der fünften bis zur achten Klasse an einer entsprechenden AG teilgenommen und einen Erste-Hilfe-Kursus absolviert. Danach wurde der Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen, sagte Konen. Später seien auch Wettkämpfe für die Schulsanitäter angedacht. „Die Schüler sind sehr motiviert“, lobt Konen.

Mit dem Schulsanitätsdienst wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Persönlichkeit gestärkt, sagte Schulleiter Rasmus Braun. „Macht euch nicht so viele Gedanken, ob ihr etwas falsch macht. Packt mit an“, ermunterte Bürgermeister Sven Stratmann die Schüler.

„Nichts tun, ist das Schlimmste“, stimmte auch DRK-Kreisvorsitzender Antonius Lamping zu. Die Schüler nehmen nun mit der Aufgabe als Schulsanitäter wichtige Erfahrungen mit, die sie ein ganzes Leben nutzen können. „Ihr soziales Engagement ist vorbildhaft“, lobte Lamping.


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Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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