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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Friesoyther Heimatgeschichte: Schule vor 110 Jahren erbaut

20.02.2021

Schwaneburgermoor Vor genau 110 Jahren wurde in Schwaneburgermoor eine Schule errichtet. Zu der Zeit gab es in dem Friesoyther Ortsteil am Küstenkanal 25 Haushalte mit 135 Bewohnern. Da die Schulkinder täglich den 14 Kilometer langen Schulweg bis nach Friesoythe und wieder zurück zu Fuß bewältigen mussten, beantragten die Eltern beim Oberschulkollegium in Oldenburg die Errichtung einer evangelischen Volksschule in Schwaneburgermoor.

Die Oldenburgische Regierung entsprach diesem Antrag. 1911 wurde an der Wieke in Schwaneburgermoor das Schulgebäude mit einem etwas entfernt gelegenen Toilettenhäuschen erbaut. Am 18. August 1912 nahm Hauptlehrer Heinrich Johann Bohlken in der Schule mit einem Klassenzimmer und einer Lehrerwohnung den Unterricht mit 25 evangelischen Kindern auf.

Im Krieg geschlossen

Als während des Ersten Weltkrieges mehrere Familien aus Schwaneburgermoor fortzogen, wurde die Schule vorübergehend geschlossen. Zu dieser Zeit siedelten sich in Schwaneburgermoor verstärkt auch katholische Familien an. Die Schule wurde 1918 wieder geöffnet. Gemeinsam besuchten nun evangelische und katholische Kinder die Volksschule.

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Die Schule musste im Zweiten Weltkrieg erneut geschlossen werden. Die Flugzeugabwehr (Flak) bezog darin Quartier. Kurz vor Kriegsschluss erhielt die Schule feindliche Artillerietreffer. Eine notdürftige Renovierung beseitigte nur die größten Schäden.

Die Schülerzahl stieg ständig an. In den Jahren 1955 und 1956 ließ die Stadt Friesoythe die Schule vollkommen umbauen. Der großzügige Umbau und die Renovierungsarbeiten sowie der Neubau eines Stallgebäudes kosteten insgesamt 80 000 D-Mark. Nach Fertigstellung fand mit Schuljahresbeginn im April 1957/1958 eine Einweihungsfeier in den neuen Räumen statt. Schulleiter war Günther Petrich.

Mit Schuljahresbeginn 1960/1961 übernahm Lehrer Heinz Szydzik die Leitung der Volksschule. Er setzte sich für die Gestaltung des Schulgeländes ein und so wurde 1961 ein Sportplatz angelegt. Nicht nur das Wohl, sondern auch die Sicherheit der Schulkinder lag Lehrer Heinz Szydzik am Herzen. Das tägliche Überqueren der Bundesstraße 401 stellte ohne Ampelanlage eine große Gefahrenquelle für die Schulkinder aus dem Bereich südlich des Küstenkanals dar. Es wurde ein Schülerlotsendienst eingerichtet.

1968 war Schluss

Der Friesoyther Stadtrat beschloss 1967 im Zuge der Neugliederung des Schulsystems (Stichworte: Mittelpunktschule, Förderstufe, größere Grundschulen) ab dem 1. August 1967 die Kinder des 5. bis 8. Schuljahres von Schwaneburgermoor nach Konfessionen getrennt in die Volksschulen nach Friesoythe umzuschulen. Die Grundschüler der Schuljahre 1 bis 4 wechselten ein Jahr später nach Friesoythe. Seit dieser Zeit gibt es einen regelmäßigen Schulbusverkehr zwischen Schwaneburgermoor und Friesoythe.

Die Volksschule Schwaneburgermoor wurde 56 Jahre nach ihrer Errichtung am 31. Juli 1968 aufgelöst.

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