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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Seelterfoaks geht zur Schule

29.09.2016

Scharrel Der Seelterfoaks freut sich schon auf die Schule. Wissbegierig, wie er ist, möchte er alles über Farben, Instrumente und Zahlen wissen. Da in der Schule Saterfriesisch (Seeltersk) gesprochen wird, lernt er alles auch in dieser Sprache kennen.

Nach dem ersten Bilderbuch „Die Seelterfoaks – Die Suche nach der saterfriesichen Sprache“ samt zugehörigem schwarz-weißen Arbeitsbuch sind am Mittwoch nun das zweite Buch „Seelterfoaks inne Skoule“ (Saterfuchs in der Schule) und das Arbeitsbuch erschienen. Vorgestellt wurden sie in der Litje Skoule Skäddel (Grundschule Scharrel).

Denn die Bücher stammen von Schulleiter Torben Hinrichs. Die Bilder hat er selbst gezeichnet. Da er selber kein Saterfriesisch spricht, hat Ingeborg Remmers, Fachberaterin für Saterfriesisch der Landesschulbehörde, die Texte ins Saterfriesische übersetzt. Sie gibt an der Schule auch Mathematikunterricht auf Saterfriesisch.

Fräindai is Seelterdai

„Freedag is Plattdag – Fräindai is Seelterdai“ heißt die neue Initiative von „Platt is cool“, einem Gemeinschaftsprojekt von Landschaften und Landschaftsverbänden in Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Alle in Niedersachsen sollen ermuntert werden, an den Freitagen im September Platt/Seeltersk zu sprechen. Auch Schulen sind aufgefordert, sich zu beteiligen. Plakate, Postkarten und Lernkarten mit saterfriesischen/plattdeutschen Begriffen sind an Schulen verteilt worden.

Zu haben ist das Buch „Seelterfoaks inne Skoule“ im Laufe dieser Woche bei Schepers in Friesoythe, „Lesen schreiben schenken“ in Ramsloh, im Heimathaus, beim Raiffeisenmarkt, bei Schlörmann in Ostrhauderfehn und Fehnbuch in Westrhauderfehn.

Nach Begrüßungsliedern der Saterfriesisch-AG und der Begrüßung des Schulleiters stellten die Schüler Joana Limbeck, Leon Blechschmidt, Leon Hinrichs und Simon Schade das Kapitel über Farben des neuen Bilderbuchs im Rahmen einer Lesung vor. Ihre Mitschüler durften dann raten, wie die Farben heißen, die sie gerade hochhalten. Natürlich waren die Antworten auf Seeltersk.

„Unsere Schule hat großes Interesse daran, die saterfriesische Sprache zu erhalten und zu pflegen“, sagte Hinrichs. Neben Arbeitsblättern für die Schüler würden seine Kollegen und er versuchen, auch Geschichten entstehen zu lassen – eben wie diese vom Saterfuchs, dem Maskottchen des Saterfriesischen. Das Buch ist sowohl für den Unterricht gedacht als auch für das Arbeiten damit zuhause.

Hinrichs dankte dem Heimatverein „Seelter Buund“ und den Sponsoren für ihre Unterstützung bei den Büchern. Die Vertreter, darunter Stefan Meyer von der Oldenburgischen Landschaft, bekamen den zweiten Band samt Arbeitsbuch geschenkt, genauso wie die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Fugel. Auch die vier Schüler durften die Exemplare behalten, aus denen sie vorlasen.

Danach ging es mit den geladenen Gästen ins saterfriesische Kulturhaus, wo Hinrichs noch einmal das Konzept der Bücher vorstellte. Darunter waren spontan auch Vertreter der Niedersächsischen Landesschulbehörde sowie Fachberater, die vorher zu einer Sitzung im benachbarten Bonifatiushaus zusammengekommen waren.

250 Exemplare des Buches und auch des Arbeitsbuches um den Seelterfoaks wurden gedruckt. Der zweite Band sei, so Hinrichs, ein wenig anderes aufgebaut als der erste.

Die Bilder seien großformatiger – teils über zwei Seiten –, das Buch sei unterteilt in Kapitel. Auch Fragen zu den Kapitelinhalten seien neu. Nach wie vor ist das Buch zweisprachig. Die saterfriesischen Wörter sind in roter, die hochdeutschen in schwarzer Farbe geschrieben. „Wir sind stolz darauf, was wir erreicht haben“, sagte Hinrichs.

Und auch der dritte Band ist bereits in Planung. Darin soll der Saterfuchs auf Weltreise gehen. Hintergrund ist, dass einige Saterfriesen ausgewandert seien.

Zu dem Thema hätte auch das Schulzentrum schon geforscht.

Tanja Mikulski
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2902

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