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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

„Sexting“-Trend greift um sich

26.10.2013

Cloppenburg Junge unbekleidete Mädchen machen von sich Fotos oder lassen sich fotografieren – und stellen dann auch noch diese Bilder in soziale Netzwerke ein. Dieses inzwischen weit verbreitete Phänomen „Sexting“ ist nun auch in Cloppenburg angekommen und bereitet den hiesigen Schulen zunehmend Kopfzerbrechen. Denn die Verantwortlichen dort werden mit zunehmender Häufigkeit von alarmierten Eltern und Schüler informiert.

Die Schulleiter der Johann-Comenius-Oberschule, der Marienschule, des Clemens-August-Gymnasiums, der Oberschule Pingel Anton und der Liebfrauenschule Cloppenburg haben sich deshalb jetzt mit einem eindringlichen Schreiben an die Eltern gewandt. Es sei eine Grenze überschritten, „bei der wir nicht mehr wegschauen können und wollen“.

Der Begriff „Sexting“ stammt aus dem anglophonen Raum und wurde erstmals 2005 benutzt, um das Phänomen zu beschreiben. Er setzt sich aus den Wörtern Sex und „texting“ zusammen. Letzteres bezeichnet das Versenden von Text- oder Bildnachrichten mit dem Handy. Mittlerweile stellt „Sexting“ besonders in sozialen Netzwerken ein Problem dar.

Aus dem Elternbrief geht deutlich hervor, dass das Thema vor allem dadurch so brisant ist, weil es sich um Cloppenburger Schüler handele, die Bilder von sich freiwillig in sozialen Netzwerken hochladen. Ohne Berücksichtigung jeglicher Rechte und insbesondere der Menschenwürde würden die Aufnahmen verbreitet – was durch Smartphones in rasantem Tempo geschehe. Ein weiteres Problem: Kursieren die Bilder erst einmal im Netz, ist es nahezu unmöglich, sie jemals wieder von dort zu entfernen.

„Sexting“ spielt sich meist außerhalb des Wahrnehmungsbereichs der Eltern ab. Wie groß das Problem mittlerweile geworden ist, verdeutlicht nun der Elternbrief. Der gesellschaftliche Druck, seinem Kind möglichst früh ein Smartphone zu kaufen, wachse. Hinzu komme, dass viele Kinder und Jugendliche ihren Eltern in technischen Belangen überlegen seien und sich vor allem in sozialen Netzwerken besser auskennten, schreiben die Schulleiter.

Am wichtigsten sei es jedoch, betonen die Direktoren, dass Eltern sich gegenseitig informierten, auch wenn viele von ihnen überfordert seien, sobald sie von der Beteiligung der eigenen Kinder am „Sexting“ erführen. „Gerade die betroffenen Familien haben ein Recht darauf zu erfahren, was ihren Kindern widerfährt. Wir bitten Sie darum, hinzuschauen und nicht den Mantel des Schweigens über die Sache auszubreiten“, heißt es dazu in dem Schreiben. Andersherum würden die Eltern nämlich umso erleichterter sein, wenn das eigene Kind diesen Trend nicht mitmache.

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