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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

So jung und doch schon so weit

10.04.2010

BöSEL Sie ist intelligent, sie ist jung. Ann-Christin Wendeln kommt aus Bösel und studiert. Nach ihrem Abitur im vergangenen Jahr hat sie sich einen Studienplatz gesucht und ist in Bonn fündig geworden. An diesem Montag beginnt für sie das zweite Semester. An sich nichts ungewöhnliches. Doch: Ann-Christin ist 16 Jahre alt. Ihr Abitur hat sie mit 15 Jahren auf dem privaten Internatsgymnasium Schloss Torgelow in Waren (Mecklenburg-Vorpommern) gemacht. Abschlussnote: 1,0.

Ann-Christin ist sehr intelligent, sie ist sehr jung. Ann-Christin studiert Molekulare Biomedizin. Und ist mit ihrer Wahl sehr zufrieden. „Es ist genau das Richtige.“ Das Richtige ist Physik, Chemie, Biologie. Ann-Christin lächelt schüchtern: „Es gefällt mir sehr.“

Angenehme Atmosphäre

Die Atmosphäre unter den Studierenden gefalle ihr, auch der Umgang zwischen Professoren und Studenten. Von ihrem eigentlichen Plan, in Göttingen zu studieren (die NWZ  berichtete), ist die junge Studentin abgerückt. „Ich hatte im Vorfeld ein paar Studenten angemailt. Die Göttinger hatten manches auszusetzen an ihrem Studium. Die Reaktion der Bonner war nur positiv.“

Dass Ann-Christin schon angekommen ist im Studentenleben zeigt auch ihre erste Praktikums-Erfahrung. Sie hat in einem der Universitätsklinik angeschlossenen Institut hospitiert. „Sechs Wochen lang habe ich eine Doktorantin unterstützt.“ Dabei ging es um gentechnische Methoden: DNS-Sequenzierung und DNS-Isolierung oder „PCR“s, eine Methode, um die Erbsubstanz DNS zu vervielfältigen. „Ich stelle Proben in Geräte und werte sie hinterher im Team aus“, sagt Ann-Christin Wendeln. Nun hat sie ein Angebot bekommen, weiterhin im Labor zu arbeiten. Acht Stunden in der Woche. „Ich hoffe, dass ich das hinbekomme“, sagt die 16-Jährige. Denn das Molekolare Biomedizin-Studium fällt Ann-Christin nicht in den Schoß. Ein Professor habe die Studenten gewarnt. Ihm sei klar, dass alle in der Schule gut gewesen seien.

Ansprüchen gerecht werden

Doch in diesem Studium seien guten Noten nicht leicht zu erreichen: „Schraubt Eure Ansprüche ’runter“, hat er am Beginn des Studiums gesagt. Und für Klausuren lernt die Böselerin auch mehrere Tage. „Es war für mich total schwer einzuschätzen, wie viel ich lernen muss“, sagt sie. Und scheint einen guten Weg gefunden zu haben, ihren Vorsatz, Klausuren mit 2,0 zu schreiben, hat sie übertroffen. Sie knüpft an ihre Leistungen in der Schule an . . .

Nach den ersten Monaten im Studentenheim wohnt die 16-Jährige nun mit ihrem Freund zusammen. Er ist 20 Jahre alt und studiert Betriebswirtschaftslehre im sechsten Semester.

Der Umgang mit Kommilitonen sei nicht schwer. Sie sei zwar die jüngste in ihrem Studiengang, aber das stoße nicht negativ auf.

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