NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Kursus Für Cloppenburger: Einfühlsamer in Sterbebegleitung

17.12.2019

Stapelfeld Mehr Sicherheit und einfühlsame Methoden im Umgang mit Sterbenden und deren Angehörigen zu gewinnen, war das Ziel einer einwöchigen Weiterbildung in der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS). Diese haben nun die drei Auszubildenden zum Altenpfleger und 32 Schülerinnen des Oberkurses der Berufsfachschule Altenpflege St. Pius Cloppenburg erfolgreich absolviert.

Alle angehenden Altenpfleger haben schon Erfahrungen am Sterbebett der ihnen anvertrauten Personen gemacht. Nico Burlage (19) aus Barßel, Leon Holtz (20) aus Garrel und Celine Kustura (21) aus Cloppenburg berichteten bei der Weiterbildung von prägenden und intimen Momenten in der Sterbestunde eines Menschen. „Es ist traurig und positiv zugleich“, waren sich alle drei einig.

Auf Signale des Sterbenden zu achten, sowie die letzten Tage und Stunden noch schön zu gestalten, stehe an erster Stelle, sagten sie. „Empathie ist eine wichtige Charaktereigenschaft“, machten sie deutlich, „und Stärke und eine Stütze für die Angehörigen zu sein“, ergänzte Leon.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In dem 40-stündigen Kursus „Palliative Praxis“ seien sie selbstsicherer und selbstbewusster geworden, erklärten die angehenden Altenpfleger. Dabei halfen Rollenspiele und die selbstkritische Überprüfung ihrer Haltung sowie ihrer Sensibilisierung gegenüber an Demenz erkrankten Menschen.

„Sie mussten in dem Zertifikatskursus der Robert-Bosch-Stiftung in verschiedene Rollen schlüpfen“, sagte Heinrich Siefer, Dozent der KAS. Das Arbeiten an der Haltung sei eine der wichtigsten Säulen in dieser Fortbildung gewesen. Siefer sprach von einer so genannten „Trauerschleuse“, die sich auf die Angehörigen­arbeit beziehe: hineinführen – hindurchführen – hinausführen.

„Im Lehrplan der Ausbildung ist so eine intensive Weiterbildung in der palliativen Praxis nicht vorgesehen“, verdeutlichte Schulleiterin Dr. Beate Schulte. „Es ist ein ergänzendes Angebot, und wir erhöhen dadurch die Qualität der Ausbildung“, unterstrich der Stiftungsvorstand Matthias Hermeling die Wichtigkeit dieser Fortbildung. Er überreichte gemeinsam mit Dr. Beate Schulte und Heinrich Siefer im Anschluss das Zertifikat der „Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin“ an die 35 erfolgreichen Kursteilnehmer.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.