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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

TIERE: Statt Delfine helfen Hunde

31.03.2007

KAMPE Das zehntägige Seminar fand gestern seinen Höhepunkt. Hunde und Halterinnen mussten sich als Therapeuten beweisen.

Von Thomas Haselier KAMPE - „Gismo“ ist schon ein beeindruckender Hund, ein kräftiger braun-schwarzer Mischling mit treuen Augen. Entspannt liegt er auf einer Holzplattform auf der Seite, und der sechsjährige Tim-Robin streichelt ihn fasziniert. Tim-Robin geht in den heilpädagogischen Kindergarten in Altenoythe und ist üblicherweise weit weniger konzentriert und offen als in diesem Moment.

Dass der große Hund die Annäherungen des behinderten Kindes so geduldig hinnimmt, offenbar sogar Freude an der Zuwendung hat, ist kein Zufall. Der fünfjährige Rüde gehört der Ergotherapeutin Sandra Gehling aus Lastrup. Sie ist Teilnehmerin eines ganz besonderen Seminars, das der „Verein Mensch und Tier – Verein der tiergestützten Therapie“ zehn Tage lang u. a. auf dem Hundeübungsplatz der Friesoyther Hundetrainerin Annette Stuke in Kampe veranstaltet. Sieben Hundebesitzerinnen nehmen derzeit daran teil und legen in diesen Tagen eine Prüfung ab, die es sowohl für die Hunde als auch deren Frauchen in sich hat. Ziel ist die Ausbildung von so genannten Therapiehunden, die in ihrer Wirkung etwa vergleichbar sind mit den Delfinen, die erfolgreich zur Therapie von Kranken und Behinderten eingesetzt werden.

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Christine Bremersmann mit „Lotta“, Gaby Schumacher mit „Chap“, Nadine Laing mit „Eddi“, Birgit Taubke-Westerhaus mit „Mona“, Monika Pischel mit „Tobi“ und Petra Meilahn mit „Jule“ sind die Teilnehmerinnen dieses außergewöhnlichen Seminars. Außergewöhnlich auch deshalb, weil der Lohn am Ende praktisch nur im Glück der Alten, Kranken und Behinderten besteht, das die geduldigen Hunde ihnen bescheren. Dafür trainieren die Frauen mit ihren vierbeinigen Lieblingen hart.

Annette Stuke weiß, dass das gar nicht so einfach ist. „Schon bei der Eignungsprüfung fallen viele Hundehalter durch, weil ihre Hunde nicht die dafür notwendigen Eigenschaften haben“, erläutert die erfahrene Hundetrainerin. Und die Hundehalter müssen sich mit Themen befassen, die ihnen vorher allenfalls oberflächlich bekannt waren. Sie müssen Krankheitsbilder ebenso kennen wie vorhersehbare Reaktionen von Kranken und Behinderten. Sie müssen psychologische Grundfertigkeiten haben, um den heilsamen und Stress abbauenden Kontakt zwischen Kranken, Behinderten und Hunden gezielt zu steuern. Für Oberflächlichkeiten ist da kein Platz, für Eitelkeiten auch nicht. „Es geht hier nicht um die Präsentation des eigenen Hundes. Es geht darum, seine therapeutischen Fähigkeiten in bestimmten Fällen zu nutzen“, sagt die Jurorin Michaela Neumann, die zur Prüfung extra aus Brandenburg angereist ist.

Dass das in vollem Umfang gelungen ist, zeigt das Geschehen auf dem Übungsplatz in Kampe. Die Jugendlichen der Altenoyther Sophie-Scholl-Schule, die sich ausgelassen oder auch ganz konzentriert mit den Hunden beschäftigen, sind erschöpft, aber glücklich und zufrieden. Patrick, Jenny, Reinhold, Waldemar, David und Florian haten sich schon lange auf diesen Tag gefreut, wie Michael Heit, pädagogischer Mitarbeiter an der Schule, berichtet. An der therapeutischen Wirkung des Umgangs mit den Hunden hat er keinen Zweifel: „Selten sind die Kinder und Jugendlichen so offen und aufnahmefähig wie beim Umgang mit den Hunden.“

Annette Stuke, die gemeinsam mit ihren Trainerkolleginnen Martina Niehaus aus Friesoythe und Ingrid Buchner aus München die Seminarteilnehmerinnen schult, ist froh über dieses ersten Erfolg. „Wir werden das sicher noch einmal wiederholen. Vielleicht sind dann ja auch mal ein paar männliche Hundebesitzer dabei“, hofft sie.

Wer Interesse an einem Folgeseminar hat, kann sich unter 04497/921689 (Annette Stuke) oder 04491/2777 (Martina Niehaus) melden.

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