• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Stolperstein für Alexander Hess

11.07.2009

BARßEL Die Klasse 7b der Realschule Barßel beteiligte sich mit großem Erfolg am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und der Körber-Stiftung Hamburg „Helden verehrt–verkannt–vergessen“ und heimste mit der Dokumentation über den Barßeler Juden Alexander Hess den Landessieg in Niedersachsen ein. Die Schüler der Realschule Barßel hatten zusammen mit ihrem Klassenlehrer Rainer Pagel das Leben von Alexander Hess rekonstruiert und nachverfolgt. Hess hatte bis zu seiner Deportierung in Barßel gelebt.

Künstler verlegt Stein

Über sechs Monate gingen die Mädchen und Jungen auf Spurensuche und wurden an vielen Stellen fündig. Damit Alexander Hess und damit auch sein Schicksal in Barßel nicht vergessen wird, kommt es am 16. Juli um 13 Uhr vor der Haus in der Hafenstraße 5 in Barßel zur Verlegung eines Stolpersteins.

„Zu diesem Ereignis ist die gesamte Bevölkerung herzlich eingeladen“, sagt Klassenlehrer Rainer Pagel. Die Verlegung des Steines erfolgt durch den Künstler Gunter Demnig aus Köln.

Ein Teil der Schüler der Klasse 7b lernte während einer Theaterfahrt nach Berlin im Berliner Scheunenviertel das Projekt „Stolpersteine“ des Bildhauers Gunter Demnig kennen. Überall im Scheunenviertel entdeckten die Barßeler Schülerinnen und Schüler in den Bürgersteigen eingelassene Betonsteine mit einer 10 x 10 cm großen Messingoberfläche, die an den Wohnorten der von Nazis ermordeten Juden zu finden waren. Schnell war die Idee geboren, auch für den Barßeler Bürger Alexander Hess einen solchen Gedenkstein zu verlegen.

Nachdem die Gemeinde Barßel ihre Zustimmung zu dem Projekt gegeben hatte, wurde ein „Stolperstein“ für Alexander Hess bestellt und inzwischen auch geliefert. Die Kosten für den Gedenkstein werden von der Klasse 7b und dem Klassenlehrer übernommen. Die Klasse will mit diesem Gedenkstein Alexander Hess ehren.

Hess 1942 ermordet

Alexander Hess wurde am 27. Januar 1872 in Altona geboren. Später wurde er Bürger von Barßel und heiratete am 4. März 1920 Helene Meinerling. Am 13. August 1921 kaufte er das Haus in der Hafenstraße 48 – heute hat dieses Haus die Hausnummer 5. Hier wohnte die Familie Pekeler. Von Beruf war Hess Schiffsheizer. Er wurde später nach Berlin deportiert und wurde am 18 . August 1942 in der Nähe von Riga ermordet. „Wir machen das, weil sonst jeder Alexander Hess vergessen würde. Die Leute in Barßel müssen darüber Bescheid wissen, dass hier einmal ein Jude gelebt hat“, meint Michelle Suhr aus der 7b.

Weitere Nachrichten:

Realschule Barßel | MIT | MAN

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.