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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

„Stolpersteine“ erinnern an Geschwister Steinburg

11.11.2011

LöNINGEN Schüler des elften und zwölften Jahrgangs des Copernicus-Gymnasiums (CGL) haben am Donnerstag vor dem Haus Tabbenstraße 3 der Löninger Geschwister Julius und Amalie Steinburg gedacht, die in Zuge der Judenverfolgung von den Nationalsozialisten ermordet worden waren. Der Künstler Gunter Demnig setzte zwei „Stolpersteine“ in das Pflaster vor dem ehemaligen Wohnhaus der Steinburgs, die das Andenken von nun an symbolisieren.

Demnig ist der Erfinder der „Stolpersteine“ und hat mittlerweile rund 32 000 Stück verlegt, die bundesweit an das Schicksal verfolgter Juden erinnern.

Nach der Begrüßung durch Dr. Wolfgang Sieverding, kommissarischer Leiter des Gymnasiums, dankte der Erste Stadtrat Christian Rüve im Namen Löningens für das Bemühen der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrer, die Erinnerung an die dunkelsten Tage der deutschen Geschichte auch in Löningen wach zu halten, denn „ein Mensch ist erst richtig tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“. Die „Stolpersteine“ sollen auch mahnen, dass sich die Gräuel der nationalsozialistischen Herrschaft niemals wiederholen. Darüber hinaus gehe es ganz allgemein um den Umgang mit Andersdenkenden in Politik und Gesellschaft: „Grenze ich aus, oder nehme ich an?“

Während die Schüler das Leben von Julius und Amalie, die in Löningen angesehene Bürger waren, skizzierten, legte Demnig die „Stolpersteine“. Michael Grünberg, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde des ehemaligen Regierungsbezirks Osnabrück, sprach über „Stolpersteine“ aus jüdischer Sicht. Es gebe durchaus Menschen, die nicht wollten, dass ihrer Angehörigen auf diese Art gedacht werde. Ihr Andenken werde beschmutzt, wenn die Steine im Straßenpflaster lägen. Grünberg selbst steht der Aktion positiv gegenüber.

Für einen großartigen musikalischen Rahmen sorgte die Combo des CGL.

Peter Linkert
Redaktionsleitung Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2800

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