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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Kirche: Traumjob mit Schattenseiten

22.09.2016

Garrel Sechs Tage in der Woche arbeiten, sonntags früh raus, wenn die Kumpels nach der Feier am Abend zuvor noch ausschlafen. Heiligabend Dienst schieben, Ostern selbstverständlich auch. Klingt nicht nach einem Traumberuf, wenigstens den Arbeitszeiten nach zu urteilen. Für Stefan Steinbach ist es aber genau das: ein Traumberuf. Er ist der neue Kirchenküster in der Garreler Pfarrkirche St. Peter und Paul.

Er hatte zum 1. August den bisherigen Küster August Pennig abgelöst, der in den Ruhestand gewechselt ist. Zwei Monate lang hatte Pennig seinem Nachfolger die Abläufe nahegebracht, hatte erklärt, welche Aufgaben ein Kirchenküster übernimmt. Kirche aufschließen, Kerzen anzünden, Licht anschalten. Die Handgriffe sind für Stefan Steinbach jeden morgen um 7.30 Uhr die gleichen.

Stefan Steinbach öffnet den Schrank mit den verschiedenen Messgewändern in der Sakristei. Für den richtigen Griff braucht es Erfahrung. Denn jeden Tag können die Farben wechseln (s. Infobox).

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Farbenlehre in der katholischen Kirche

Die liturgischen Farben: Weiß wird bei den Hochfesten wie Ostern oder Weihnachten getragen Rot, die Farbe des Blutes, wird zu Pfingsten, am Palmsonntag, Karfreitag, an den Festen der Märtyrer und zur Firmung angelegt Violett als Farbe des Übergangs herrscht in der Fastenzeit vor Ostern und im Advent vor Grün, die Farbe der Hoffnung, bestimmt die übrigen Tage in der Zeit des Jahreskreises Schwarz gilt als die Farbe der Trauer und wird bei Beerdigungen getragen.

Mit 21 Jahren ist er einer der jüngsten Küster im Oldenburger Land. Zwölf Jahre war er Messdiener in Garrel, weiß insofern ganz gut über den Ablauf einer Messe Bescheid. „Ich wollte gerne für die Kirche arbeiten“, schildert der junge Garreler, „schon immer.“ Die Entscheidung stand lange fest, bevor die Stelle in Garrel freiwerden sollte. Zunächst absolvierte er eine Maler-Lehre. Handwerkliches Geschick – das ist in seinem neuen Beruf von Vorteil. Er hilft beim Krippenaufbau, repariert, wo etwas kaputt ist, hält auch die Kirche in Schuss. Die Außenanlagen rund um das Gotteshaus pflegt er zudem. Nur den Friedhof nicht, dafür sind Friedhofsgärtner beschäftigt.

Ein dickes Messbuch liegt in der Sakristei auf dem Tisch. Sich da „hineinzufuchsen“ – das brauchte einige Zeit, schildert Stefan Steinbach.

Die Ausbildung läuft berufsbegleitend an der Katholischen Akademie Stapelfeld (KAS) in Zusammenarbeit mit dem Bischöflich Münsterschen Offizialat (BMO). In einem ersten Unterrichtsblock erhielten sie Informationen zum Credo, Erläuterungen zu Christussymbolen und Kreuzdarstellungen, zur Lichtsymbolik der Tauf- und Osterkerze und zu Sakramenten. Wie läuft eine Eucharistiefeier, welche Taufutensilien werden benötigt, welche liturgischen Bücher oder liturgischen Geräte gibt es?

Ganz profan steht demnächst ein zweitägiges Brandschutzseminar auf dem Programm. Im kommenden Jahr folgt ein weiterer fünftägiger Aufbaukursus. Danach muss Stefan Steinbach die Prüfung zum Küster ablegen – theoretisch wie praktisch. Was genau gefordert wird? Weiß er selbst noch nicht.

Was er aber weiß: „Die Arbeit ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Geistlichen funktioniere hervorragend.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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