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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Umfrage an allen Bekenntnisschulen

08.04.2016

Friesoythe Die Grundschullandschaft in der Stadt Friesoythe ist im Wandel. Eingerichtet werden müssen Schuleinzugsbereiche und auch der Status einiger Bekenntnisschulen steht – wie berichtet – zur Diskussion. Der Schulausschuss des Friesoyther Stadtrats hat sich am Mittwochabend mit den Themen befasst und beschlossen, dass an allen Bekenntnisschulen im Stadtgebiet die Eltern befragt werden sollen, ob sie den Status Bekenntnisschule weiter tragen sollen oder nicht. Der Vorschlag war bereits aus den Reihen der Schulleitungen gemacht worden, auch die SPD-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Zwingend wäre die Befragung an der Marienschule, der Gerbert-Schule, an der Grundschule Kampe und der Grundschule Edewechterdamm. Hintergrund: An diesen Schulen wird teils seit Jahren die Höchstgrenze von 30 Prozent an Schülern anderen Bekenntnisses überschritten. Laut Prognosen der Stadtverwaltung wird es an der Marienschule bis zum Jahr 2021 etwa 80 Prozent an Schülern nichtkatholischen Glaubens geben, an der Gerbert-Schule prognostiziert 73 Prozent. Aber auch die Grundschule Markhausen wird laut Prognosen im Jahr 2019 die 30-Prozent-Quote knacken, Neuscharrel im Jahr 2018, Mittelstenthüle im Jahr 2018, Hohefeld 2017.

Und auch an der Grundschule Edewechterdamm, eine Schule evangelischen Bekenntnisses, wird die Quote seit langem nicht eingehalten, weil dort viele Kinder keiner Konfession angehörten, informierte die Verwaltung.

Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers machte deutlich, dass man sich an die Entscheidung der Eltern halten werde. Bedeutet in der Folge: Sollten sich die Eltern für die Beibehaltung des Bekenntnisses entscheiden, könnten nur Schüler diesen Bekenntnisses aufgenommen werden, bis die Quote erreicht ist.

Gesetzlich verpflichtet ist die Stadt zudem, Schulbezirke festzulegen: für die bekenntnisfreie Schulen (Ludgeri-Schule, Grundschule Gehlenberg, Grundschule Neuvrees), für die Grundschulen katholischen Bekenntnisses (Marienschule, Gerbert-Schule, Hohefeld, Kampe, Neuscharrel, Markhausen, Mittelsten-Thüle) sowie einen eigenen Schulbezirk für die Grundschule evangelischen Bekenntnisses Edewechterdamm.

Wie die Verwaltung mitteilte, würde die Leitung der Grundschule Neuscharrel am Bekenntnisstatus gerne festhalten. An den Grundschulen Markhausen, Gerbert-Schule, Kampe und Edewechterdamm wird die Befragung zwischen dem 18. und dem 22. April stattfinden. Die Eltern haben jeweils eine Stimme, unabhängig von der Zahl der Kinder, die die Schule besuchen.

Schuldezernent Karl-Heinz Book sagte auf der Sitzung, bei dem Titel Bekenntnisschule gehe es um die Form, nicht um den Inhalt. Wichtig sei die Identifikation mit dem Schulprogramm.

Die künftige Entwicklung der Schullandschaft in Friesoythe soll ein externer Gutachter analysieren und dazu ein Konzept erstellen. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt. Allerdings sind noch einige Fragen offen. So sollte auch der Sekundarbereich I analysiert werden – ebenso wie der Vorschulbereich, kommentierte Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. Auch Themen wie Raumkonzepte und Einzugsbereiche sollten berücksichtigt werden. Das Konzept von einem externen Gutachter erstellen zu lassen, hätte den Vorteil größerer Akzeptanz.

Das sah auch die CDU-Fraktion so. Sie stehe einem Gutachten grundsätzlich positiv gegenüber, sagte Hildegard Kuhlen, lehne es zum jetzigen Zeitpunkt aber ab.