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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Familie und Handwerk für Preisträger das Wichtigste

22.03.2018

Vordersten-Thüle Mit 31 Jahren ist Nils Kappelmann nicht gerade der klassische Auszubildende, der kurz vor der Gesellenprüfung steht. Seine Mitstreiter sind zumeist über zehn Jahre jünger als er. Schaut man auf seinen Lebensweg, ist es aber auch kein Wunder, dass sein Lebenslauf bislang nicht geradlinig verlief. Höhen und Tiefen zeichnen seinen Lebensweg. Derzeit läuft es für den Mann aus Bramsche zum Glück bergauf. Vorläufiger Höhepunkt (hinter der Geburt seines dritten Kindes vor zwei Monaten): Die Verleihung des Handwerkerpreises, ausgelobt durch den Rotary Club Cloppenburg-Quakenbrück.

Die Auszeichnung wurde dem angehenden Tischlergesellen am Dienstagabend im Hotel Landhaus Pollmeyer in Vordersten-Thüle verliehen. Neben guten Leistungen in der Berufsbildenden Schule Bersenbrück und bei seinem Arbeitgeber, die Incup GmbH in Achmer, zeichne sich Kappelmann vor allem durch soziales Engagement aus, sagte Laudator Werner Kessing vom Rotary Club. Der Geehrte hat zunächst eine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer gemacht und in diesem Beruf mehrere Jahre gearbeitet. Im April 2014 dann der Schock: Bei ihm wurde Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert.

Doch er kämpfte – und besiegte den Krebs. Eine längere Rehabilitation sollte er in Süddeutschland machen. Doch er fürchtete, dadurch den sozialen Kontakt zu seiner noch jungen Familie zu verlieren. In der Folge kümmerte er sich um die Kinder, und seine Frau Samantha sorgte für den Lebensunterhalt. Doch Nils Kappelmann wollte unbedingt wieder arbeiten, begann als Tischlergehilfe und startete dann eine Umschulung zum Tischler, die er im Sommer mit der Gesellenprüfung abschließen wird. Und er hat weitere Pläne: Die Meisterprüfung und eine spätere Selbstständigkeit hat er schon fest im Visier.

„Nicht nur die guten Leistungen in der Ausbildung zählen. Besonders während eines nicht einfachen Lebensweges hat er Verantwortung für die eigene Familie übernommen. Das wollen wir unterstützen“, begründete Kessing, warum die Wahl auf den 31-Jährigen fiel. Neben einer Urkunde überreichte Kessing dem Bramscher auch ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Lob und eine Urkunde gab es auch für die Firma Intercup, die dem Preisträger seine Rückkehr ins Berufsleben geebnet und ihm die Chance gegeben habe, seinen Traumberuf zu erlernen.

„Wir brauchen nicht nur Akademiker, sondern auch Menschen, die mit Händen arbeiten“, sagte Norbert Böhmer, stellvertretender Leiter der BBS Bersenbrück. Er freue sich sehr für seinen „Schützling“ und darüber, dass mit der Auszeichnung das Handwerk gewürdigt werde. Böhmer: „Das ist eine besondere Sache.“

Carsten Bickschlag
Redaktionsleitung Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2900
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