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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Wenn Schüler und Lehrer Freunde werden

24.10.2013

Nordkreis Schülern und Lehrern ist es in Rheinland-Pfalz nun offiziell verboten, über Facebook in Kontakt zu treten. Das Bildungsministerium hatte die Schulen darüber informiert. Auch das Nutzen des Netzwerks als Lernplattform sei tabu, erklärte der Datenschutzbeauftragte.

Begründet wird das Verbot zum einen mit der Gefahr, dass die notwendige pädagogische Distanz nicht gewahrt werde. Zum anderen sei die Trennung nötig, weil Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule mit der Auswertung persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke, wie sie bei Facebook geschehe, nicht in Einklang zu bringen sei.

In Schleswig-Holstein und Bayern bestehen seit Längerem entsprechende Verbote. Auch Baden-Württemberg hat den Einsatz Sozialer Netzwerke an Schulen stark eingeschränkt. Niedersachsen setze grundsätzlich auf einen „eigenverantwortlichen und verantwortungsbewussten Umgang durch Lehrkräfte und Schulleitungen mit den sogenannten sozialen Netzwerken“, so das Kultusministerium auf NWZ -Nachfrage. Ein Verbot zum Umgang mit Facebook ist nicht geplant. „Wir werden uns die Handhabungen in den anderen Ländern genau anschauen und auch die weitere Entwicklung bei Facebook im Auge behalten“, so ein Ministeriumssprecher gegenüber der NWZ .

Wie gehen die Schulen in Friesoythe mit der Nutzung sozialer Netzwerke um? Die NWZ  fragte einmal nach. „Bei uns ist das Thema Facebook sehr negativ besetzt“, sagt Hermann Meemken, Rektor der Realschule Friesoythe. Schon häufiger seien im Lehrerkreis negative Erfahrungen mit Facebook behandelt worden. Es sei zu deftigen Mobbingfällen in dem sozialen Netzwerk von Schülern untereinander gekommen – teils so stark, dass Eltern und sogar die Polizei eingeschaltet werden musste, berichtet der Schulleiter. Meemken: „Man kann niemandem verbieten, über Facebook miteinander in Kontakt zu treten. Unsere Lehrer halten sich da sehr zurück.“

In den Berufsbildenden Schulen sieht Schulleiter Dr. Georg Pancratz derzeit keine Notwendigkeit, einen Leitfaden für den Umgang zwischen Lehrern und Schülern in dem Netzwerk zu entwickeln. Da Mediennutzung immer mehr an Bedeutung gewinne, seien jüngst aber drei Kollegen zu Medienbeauftragten bestellt worden, die sich mit dem Thema beschäftigen würden.

Ein Verbot von Seiten der Landesregierung wie in Rheinland-Pfalz kann Wilhelm Wewer, Konrektor an der Heinrich-von-Oytha-Schule in Altenoythe, durchaus verstehen. Auch an der Oberschule sei Facebook ein großes Thema, mit dem die Lehrerschaft sich beschäftige. Einen Verhaltenskodex hat sich die Schule allerdings bislang noch nicht gegeben. „Bislang ist es jedem Lehrer freigestellt, wie er mit Facebook umgeht“, so Wewer.

Auf die Eigenverantwortlichkeit der Lehrer im Umgang mit sozialen Medien setzt auch das Albertus-Magnus-Gymnasium. Lehrer seien angehalten, eine „professionelle Distanz“ zu wahren, sagt Schulleiter Dr. Jens-Peter Green. Facebook stelle aber „kein vordringliches Problem“ dar. Es gebe eine schulinterne Kommunikationsplattform, die von Lehrern und Schülern genutzt werden könne.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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