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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Wenn sich das Leben plötzlich ändert

19.01.2016

Altenoythe Ob Unfall, Schlaganfall oder sonstige Krankheit: Zehn bis zwölf Menschen erleiden im Landkreis Cloppenburg jedes Jahr schwerste Hirnschädigungen, die das ganze Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Menschen, die vorher mitten im Leben standen, sind plötzlich in ihrem Handeln eingeschränkt, sind auf fremde Hilfe angewiesen und können den Beruf, den sie hatten, nicht mehr ausüben. Der Caritas-Verein Altenoythe möchte sich künftig verstärkt um eben jenen Personenkreis kümmern und erweitert für sie das Werkstattangebot.

„Wir wollen eine Tagesstruktur und eine sinnschaffende Beschäftigung bieten“, sagte Andreas Wieborg, Pädagogischer Leiter des Caritas- Vereins, als er am Montag gemeinsam mit Ralf Sinnigen, Leiter Berufliche Bildung, sowie Sarah Heyens, Sozialpädagogin im Bereich der Beruflichen Bildung, das neue Angebot vorstellte. Im Rahmen der Teilhabe am Arbeitsleben soll diesen Menschen ein Arbeitsangebot gemacht werden, das individuell gestaltet ist und ein Gruppenerleben jener ermöglicht, die mit einem ähnlichen Schicksal zurechtkommen müssen. Dabei würden psychosoziale Aspekte eine besondere Rolle spielen. Wieborg: „Es ist nicht einfach, damit klarzukommen, nie wieder ins alte Berufsleben zurückzukehren. Hier bieten wir eine Begleitung an.“

Kontaktdaten

Für weitere Informationen und Beratungen rund um das neue Beschäftigungsangebot stehen die Caritas-Mitarbeiter Ralf Sinnigen (Telefon  04491/ 9242481, E-Mail: ralf.sinnigen@caritas-altenoythe.de) sowie Sarah Heyens (Telefon  04491/ 9242471, E-Mail: sarah.heyens@caritas-altenoythe.de) zur Verfügung.

Bei entsprechender Nachfrage ist eine eigene etwa zehnköpfige Gruppe geplant, die der Altenoyther Werkstatt angegliedert ist. „Wir wollen den Personen eine Perspektive bieten. Außerdem kann in solch einer Gruppe auch ein ,Wir-Gefühl’ entstehen“, sagte Heyens.

Angeleitet werden die Teilnehmer von erfahrenen Mitarbeitern aus dem Handwerk sowie Sozialpädagogen, die seit Jahren im Bereich der Benachteiligtenförderung arbeiten. Unterstützt werden sie von externen Therapeuten, die ihre Anwendungen unter anderem auch während der Arbeitszeit anbieten können. „Somit müssen die Teilnehmer solche Termine nicht noch nach Feierabend machen“, so Wieborg.

Sinnigen ist überzeugt, dass es einen Bedarf im Landkreis Cloppenburg gibt. Ebenso gebe es aber auch Vorbehalte. „Viele der Menschen, die wir hier ansprechen wollen, sehen sich nicht als behindert und empfinden unsere Werkstatt als nicht passend.“ Daher würden viele zuhause bleiben oder in Pflegeeinrichtungen betreut, ohne erneut eine Arbeit aufzunehmen. Genau diese Menschen möchte der Caritas-Verein erreichen. „Wir wollen diese Lücke schließen und bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten innerhalb unserer Einrichtung an“, so Sinnigen.

Man wolle jetzt schauen, ob dieses Angebot auf Interesse stößt. Wenn genügend Teilnehmer mitmachen, könnte es innerhalb weniger Woche losgehen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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