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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

Wer streitet, sieht gelbe Weste

31.08.2011

RAMSLOH Sie sind neu an der Schule und an ihren gelben Westen zu erkennen: Die Streitschlichter der Grundschule Ramsloh. Laura Burakov (9) berichtet, dass sie in der Ausbildung zum Streitschlichter gelernt haben, unparteiisch zu sein und fair und ruhig zu bleiben. Auch dürfe man nicht zu einem Freund oder Freundin halten, ergänzt Chiara Nordbruch (10).

Streit und Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern gehören auch in der Grundschule Ramsloh zum Alltag. Probleme treten auf, wenn Kinder zu wenig Möglichkeiten haben, das friedliche Lösen von Konflikten zu lernen. „Unsere Schüler sollen dazu befähigt werden, auf Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten zu verzichten“, sagt Lehrerin Stephanie Burtz. Auseinandersetzungen wurden bislang an der Schule durch Lehrer geregelt.

Jetzt wird an der Grundschule ein zusätzlicher Weg der Konfliktbewältigung gegangen. Mädchen und Jungen der dritten Klasse werden zu Streitschlichtern ausgebildet. „Die Schüler sollen die Auseinandersetzungen untereinander vermitteln und ermutigt werden, sich selbst zu helfen“, sagt Burtz. Natürlich handele es sich nur um kleine Streitigkeiten. Größere Probleme würden weiterhin von den Lehrern gelöst. Zu Beginn des letzten Schuljahres begann die Ausbildung der Streitschlichter in einer freiwilligen AG im dritten Schuljahr. Die jetzigen Vierklässler haben ihre Ausbildung abgeschlossen und werden in Zukunft kleine Auseinandersetzungen, wie zum Beispiel den Streit um ein Spielzeug oder Sätze wie „Die lassen mich aber nicht mitspielen“ lösen. Um von den Mitschülern in den Pausen schneller erkannt zu werden, wurden gelbe Westen mit dem Aufdruck „Streitschlichter“ angeschafft.

„Streitende Kinder erkennen somit schnell, welche Mitschüler Dienst haben“, sagt Burtz. Auch hängt in der Pausenhalle ein Informationsplakat, auf dem alle Streitschlichter zu sehen sind. „Die im letzten Schuljahr ausgebildeten Kinder können nun selbstständig kleinere Konflikte oder Streitigkeiten zwischen den Mitschülern lösen und brauchen nicht die Lehrer beanspruchen. Sie suchen nach einer Lösung, mit der beide Parteien zufrieden sind. In schwierigen Fällen wird außerdem die Lösung in einem Vertrag festgehalten“, so Burtz. Derzeit werden wieder Kinder der dritten Klassen ausgebildet, um weiterhin für ein friedliches und angenehmes Schulklima zu sorgen.

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