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NWZonline.de Region Cloppenburg Bildung

ERSTKLÄSSLER: Zeit des Stillsitzens ist vorbei

22.09.2005

SCHARREL Das Konzept der Grundschule heißt „Bewegte Schule“. Bewegung soll sich demnach nicht auf den Sportunterricht beschränken.

von Wolfgang grave SCHARREL - Die Zeiten des Stillsitzens sind für die Erstklässler der Grundschule Scharrel vorbei. Bewegung steht auf dem Stundenplan. Zwar nicht als Fach – aber in jeder Stunde bauen die Lehrerinnen Carina Robbers und Edda Tellmann spielerische Bewegungsübungen in den Unterricht mit ein.

„Im schulischen Alltag des Sitzunterrichts ist das Bewegen meist nicht erwünscht, aber nicht nur den ,Fernseh-Kids‘ oder hypermotorischen Kindern fällt das lange Sitzen in der Schule schwer“, sagt Tellmann. Auch wenn die Kinder sich am Nachmittag dem Bilderrausch hingäben: „Der Bewegungsdrang ist da“, sagt die Pädagogin.

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Ein Kind müsse sich bewegen, nur so könne es seine Umgebung und sich selbst in der Welt richtig kennenlernen. Tellmann: „Eigenständiges Bewegen fehlt. Wir wollen es aber fördern und leiten.“ Die Schlussfolgerung: Bewegung darf sich nicht mehr auf den Schulhof oder auf den Pausenhof beschränken, sondern soll den Schultag durchziehen.

Wie geht’s? Ganz einfach: Merkt Carina Robbers, dass die Kinder ihrer Klasse allmählich unruhig werden, geht sie zum Kassettenrekorder und lässt Musik vom Tonband laufen. Logisch, dass alle Kinder mitsingen, aber das ist nicht das einzige: Zum Beispiel lernen sie mit Hilfe des „Trommelliedes“ ihren eigenen Körper kennen: Passend zum jeweiligen Vers trommeln sie mit der Faust, dem Ellbogen, mit der flachen Hand oder mit dem Hinterteil auf den Tisch.

Auch das „Zoolied“, bei dem die Kinder im Kreis durch die Klasse stapfen und zum Beispiel einen Affen und Elefanten imitieren, dient demselben Ziel. Bewegungsspiele sorgten für gute Laune, körperlichen Ausgleich und Aggressionsabbau, sagen die Lehrerinnen. „Durch aktive Teilnahme bei den Spielen wird zudem die Fantasie angeregt und die körperliche Ausdrucksfähigkeit gefördert“, erklärt Tellmann. Das wirke sich letztendlich auch positiv auf die Sprachentwicklung aus.

Doch natürlich wuseln die Kinder nicht in jeder Minute durch den Unterricht: Denn wenn der Lärmpegel in den beiden ersten Klassen zu sehr steigt, gibt es eine „stille Zeit“: Zunächst tauchen alle Kinder unter – das heißt sie verschränken die Arme und legen ihre Köpfe drauf. Kurz darauf ertönt ein Gong – die „stille Zeit“ beginnt, und alle Kinder sind mucksmäuschenstill. Wenige Sekunden später ertönt wieder ein Gong – die Ruhephase ist vorbei.

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