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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

19-Jährigen in Barßel aufgehängt: Staatsanwaltschaft will Revision einlegen

17.07.2012

BARßEL Der „Barßeler Aufhängungs-Prozess“ könnte die Gerichte noch einmal beschäftigen. Eine Sprecherin der Oldenburger Staatsanwaltshaft bestätigte am Montag, dass die Anklagebehörde auf jeden Fall Revision gegen das Urteil einlegen werde. Wie berichtet, hatte das Oldenburger Landgericht am vergangenen Donnerstag den angeklagten Vater aus Barßel zu 22 Monaten Haft mit Bewährung verurteilt und den mitangeklagten Sohn verwarnt. Dieses Strafmaß erscheint der Staatsanwaltschaft offenbar zu niedrig. Im Verfahren selbst hatte sie für den 45-jährigen Vater fünf Jahre Gefängnis gefordert und für den 17-jährigen Sohn eine Jugendstrafe von eineinhalb auf Bewährung. Den beiden Tätern wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, einen 19-Jährigen nach Streitigkeiten in der Garage aufgehängt zu haben (die NWZ  berichtete). Das Opfer habe keinen Kontakt mehr zum Boden gehabt und sei ohnmächtig geworden. Eindeutige Strangulationsmerkmale würden das belegen. Zuvor sei der 19-Jährige noch mit einer Eisenstange brutal geschlagen worden. Die Anklage ist davon überzeugt, dass der Vater das schwer verletzte Opfer in die Garage geschleift, ihm eine Schlinge um den Hals gelegt und ihn dann aufgehängt hat. Die Anklagevertreterin sprach von einer „besonderen Brutalität und von einer unfassbaren Gefühlskälte“. Dafür müsse der Vater für fünf Jahre ins Gefängnis. Mit dem Rechtsmittel der Revision kann die Anklagebehörde nur das Strafmaß angreifen, nicht die Bewertung der Tat. Weil der 45-Jährige freiwillig von seinem Opfer wieder abgelassen hatte, hatte die Anklage den Tatvorwurf des versuchten Mordes fallen gelassen. Schuldig gesprochen wurden die beiden Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung. Ob der Bundesgerichtshof nun das erste Urteil wieder aufhebt, bleibt abzuwarten.

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