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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Neuanschaffung: Auf dem Weg zu alter Stärke

25.10.2014

Scharrel Fast geräuschlos ziehen sich die jalousienartigen Tore nach oben, als der stellvertretende Ortsbrandmeister von Scharrel, Hartmut Hanekamp, den unscheinbaren Verschluss am unteren Rand löst.

Er öffnet damit den Blick in das Innere des neuen Tanklöschfahrzeugs, das seit gut einem Monat in Gebrauch ist. Und obwohl das Fahrzeug schon fünf Einsätze gefahren ist, strömt ihm beim Öffnen noch der Geruch von Plastik und Gummi entgegen. Es riecht ein bisschen wie im Baumarkt und auch der Anblick ist ähnlich. Alle Gerätschaften des neuen Fahrzeugs sind an einem beschrifteten Platz angeordnet und mit orangenen Gurten festgezurrt.

Auch die Wasserpumpe, die das Wasser aus dem eingebauten Wassertank oder einem Hydranten pumpt, hat einen festen Platz. Mit drei großen Schritten ist Hanekamp am Heck des Fahrzeugs und öffnet die dunkel getönte Plexiglastür. Die Pumpe nimmt fast die gesamte Breite dieses übergroßen Kofferraums ein. Und noch glänzt sie silbrig.

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„5000 Liter Fassungsvermögen hat der Wassertank. Das ist eine Menge – für einen Zimmerbrand kann man einen Löschwasserbedarf von 1600 Litern rechnen“, erklärt der 43-Jährige stolz, ohne den Blick von der Pumpe abzuwenden.

Das TLF, wie es Hanekamp fachmännisch nennt, ist aber nicht das einzige neue Fahrzeug in der provisorischen Feuerwache in Scharrel. „Dort haben wir den Gerätewagen Logistik und draußen stehen der Wechsellader und der Mannschaftstransporter – beide draußen sind gebraucht“, erklärt er und nickt Richtung Ausgang.

Vorsichtig streicht Hanekamp mit der Hand über den typisch roten Lack. Er ist sichtlich zufrieden mit der Farbauswahl. „Immerhin hatten wir die Wahl zwischen Feuerwehrrot und Tageslichtrot“, vermerkt er. Dazu kommt die gelbe Beklebung mit dem Emblem der Feuerwehr Scharrel. „Man identifiziert sich ja mit seinem Fahrzeug – wir alle, das ist der Inbegriff der Kameradschaft“, weiß der stellvertretende Ortsbrandmeister. Die Gewöhnung dürfte den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr allerdings nicht allzu schwer fallen, denn im Wesentlichen kennen sie die Fahrzeuge schon. Es sind die gleichen Modelle, die sie schon vor dem Brand in der Nacht auf den 5. Oktober 2013 hatten. Dafür haben sie sich bewusst entschieden, weil sich gerade diese Ausstattung im Einsatz bewährt habe, meint Hanekamp.

Mit dem Eintreffen des Tanklöschwagens kann nun ein Leihfahrzeug der Landesfeuerwehrschule Celle zurückgegeben werden. Eigentlich ist es positiv, dass die Feuerwehr Scharrel nun immer mehr wieder auf eigenen Beinen stehen kann, und trotzdem trübt sich Hanekamps Blick bei dem Gedanken an die Rückgabe der Leihwagen. Es hängen eben doch noch viele Emotionen daran. „Noch am gleichen Abend nach dem Brand haben wir die Fahrzeuge bekommen, so dass wir zwei Tage später wieder einsatzbereit waren. Dafür sind wir sehr dankbar“, betont er.

Nun fehlen nur noch zwei Wagen bis die Feuerwehr Scharrel wieder auf dem Stand von vor dem Brand ist. Doch diese werden wohl erst Ende 2015 verfügbar sein. Momentan würden sie allerdings wohl eh nicht in die Halle der provisorischen Feuerwache passen. Schon jetzt wird der Platz für die Fahrzeuge eng. Daher hofft Hanekamp auf eine schnelle Fertigstellung der neuen Feuerwache.

Erstmals werden die vier Wagen das Gelände dort an diesem Sonnabend um 15 Uhr zur Fahrzeugeinweihung befahren. Bis Ende des Jahres muss die Feuerwehr Scharrel aber wohl noch ihr Provisorium nutzen, um die Neuanschaffungen angemessen unterstellen zu können. Denn nur eine adäquate Unterbringung der Fahrzeuge kann gewährleiten, dass sie möglichst lange in dem neuen und zuverlässigen Zustand bleiben.

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Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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