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Aktualisiert vor 22 Minuten.

Unfall Bei Delmenhorst
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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Angler kämpfen für Tierschutz

04.12.2019

Barßel Auch wenn es ärgerlich ist – über solche Hinweise freuen sich die Anglerfreunde des Fischereivereins Barßel: Ende November ging in der NWZ-Lokalredaktion Friesoythe der Hinweis einer aufmerksamen Leserin aus Ramsloh ein, dass im Barßeler Bootshafen fast ausschließlich mit lebenden Köderfischen geangelt werden würde. Mehrere Zeugen und besagte Leserin hätten zweimal an hintereinanderfolgenden Tagen beobachtet, dass mindestens sechs Personen à zwei Angelruten mit Lebendköder-Fischen geangelt haben. Es könne nicht angehen, dass solche Personen den Ruf aller Petrijünger ruinieren, so die Leserin weiter.

Die NWZ fragte vor Ort beim Fischereiverein Barßel nach, ob man dort ähnliche Beobachtungen gemacht habe. Und siehe da: Die besagte NWZ-Leserin hatte auch den Barßeler Club über das Fehlverhalten der Lebendköder-Angler informiert.

Der Fischereiverein Barßel verfügt über acht ehrenamtliche Kontrolleure. Einer von ihnen erwischte die Lebendköder-Angler auf frischer Tat. „Das waren Urlauber“, berichtet Johannes Bönning, Ehrenvorsitzender der Barßeler Fischer. Danach sei der Verstoß gemeldet und die Angel-Erlaubnisscheine der Auswärtigen eingezogen worden. „Immerhin haben sie sich einsichtig gezeigt“, sagt Bönning und sieht etwas Positives am Verhalten der Urlaubsangler. Das Warten auf den nächsten großen Fang war dennoch für die etwa 40- bis 50-jährigen Urlauber vorbei.

Aber wie schlimm ist das Lebendköder-Fischen wirklich? „Grundsätzlich weiß jeder Angler durch das Ablegen der Eignungsprüfung, dass Lebendköder strengstens verboten sind“, betont Bönning und verweist auch auf das Tierschutzgesetz: „Man darf Tieren keine Schmerzen zufügen.“ Leider würden rücksichtslose Angler Fische wie Rotaugen einfach aufspießen – ohne sie vorher zu töten, um ihnen so jegliche Qualen zu ersparen. Bei einer Anzeige seien bis zu ein paar hundert Euro Strafe möglich. „Außerdem ist ein Lebendköder überhaupt nicht effektiver, denn der tote Fischköder gibt mehr Geruch ab.“ Viele Fische würden so den Köder besser wahrnehmen und zubeißen.

Auch wenn solche Verstöße nicht erfreulich sind: „Würde jeder solche Vorfälle melden, wäre das prima“, erklärt Eilert Büscherhoff, 1. Vorsitzender des Fischereivereins, und lobt das Verhalten der Erstmelderin aus Ramsloh.

Beispielsweise seien kürzlich an einem Gewässerufer in Strücklingen etwa acht Zehn-Liter-Behälter mit Chemikalien gefunden worden. Natürlich wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet, betont der 2. Vorsitzende Hannes Fresenborg. Deshalb die Bitte: „Wenn man sowas sieht, immer die Rufnummer 110 wählen.“

„Wir sind keine Strafverfolgungsbehörde“, verdeutlicht Büscherhoff. Die ehrenamtlichen Aufseher könnten nicht 24 Stunden lang alle Gewässer kontrollieren. Dennoch seien viele Bürger inzwischen sensibilisiert – auch wegen der Vorfälle im Elisabethfehnkanal, in dem viele Fische durch eine Verunreinigung des Wassers der Hinterwieke gestorben sind. Leider gebe es in der Sache keine neuen Erkenntnisse, bedauern die Club-Vorsitzenden. Dennoch freuen sich die Barßeler, dass die Zusammenarbeit mit Polizei, Wasserschifffahrtsamt, Wasserschutzpolizei, THW, Gemeinde und den Bürgern besonders in jüngerer Vergangenheit so gut funktioniert hat.

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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