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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Wenig Niederschlag Rund Um Barssel: Gewässer trocknen immer weiter aus

18.05.2019

Barßel /Friesoythe Es hat zwar am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag ein wenig geregnet, doch das war wohl nicht mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Schon Mitte Mai hat die Region rund um Barßel mit einer ersten Trockenheitsperiode zu kämpfen. Zwar ist noch nicht das Rekordniveau des vergangenen Sommers erreicht, doch eine solche Trockenheit schon im Frühjahr ist recht selten.

„Ich arbeite jetzt schon 30 Jahre bei der Wasseracht, aber die Ballung solch extremer Wetterphänomene habe ich in diesem Ausmaß noch nicht erlebt“, sagt Andre Hanken, Leiter des Außendienstes bei der Friesoyther Wasseracht, die für alle Gewässer im Nordkreis Cloppenburg zuständig ist. Nach dem Grund für die aktuelle Trockenheit braucht man nicht lange suchen. „Es gab in den letzten Wochen einfach viel zu wenig Niederschlag. Auch die relativ hohen Temperaturen im April spielen dabei eine Rolle“, so Hanken weiter.

So brauchen Soeste, Sagter Ems, Lahe, Nordloher Tief und weitere Flüsse dringend Regen. Und mit Regen ist eigentlich richtiger Dauerregen gemeint. „Ein paar Tage Dauerregen würden die Situation ein wenig entspannen. Dabei profitieren die Gewässer aber erst als letztes vom Niederschlag. Die Erde ist wie ein Schwamm und saugt sich mit dem Regenwasser voll. Erst wenn die Erde kein Wasser mehr aufnehmen kann, kommen die Gewässer an die Reihe“, berichtet Hanken.

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Die Folgen der Trockenheit kann man schon mit dem bloßen Auge erkennen. Im Bereich Barßel und Lohe führt die Soeste als Fließgewässer bereits so wenig Wasser, dass sich an den Rändern des Flussbettes bereits große Sandbänke bilden. Und eine richtige „Verbesserung“ der Wetterlage ist nicht abzusehen. Folgt man den Daten des deutschen Wetterdienstes soll es im Bereich Barßel auch am Samstag nicht richtig regnen. Der Himmel wird zwar bedeckt sein und hier und da können ein paar Tröpfchen fallen, doch ein richtiger Regentag, wie ihn Gewässer und landwirtschaftliche Flächen am besten gebrauchen könnten, wird wohl nicht dabei sein. Erst für Sonntag und Montag sind Gewitter und Schauer gemeldet.

„Richtig verlassen kann man sich auf Wetterberichte sowieso nicht vollkommen. Eine Vorhersage für drei Tage ist meistens zutreffend, alles was darüber hinaus geht, sind eher Spekulationen“, so Hanken weiter. Damit spielt der Gewässerexperte aber auch auf die Vorahnungen zahlreicher Meteorologen an, die damit rechnen, dass der Sommer 2019 noch einmal deutlich heißer und trockener als der Sommer 2018 werden soll. „Mit der jetzt schon großen Trockenheit würde ein extrem heißer Sommer wohl für eine große Dürre sorgen“, sagt Hanken.

Gegen die Trockenheit können die Mitarbeiter der Friesoyther Wasseracht nicht viel machen. Theoretisch könnte man Wasser aus der Thülsfelder Talsperre, die ja aus dem gestauten Wasser der Soeste besteht, ablassen und den Pegel in dem Fluss so erhöhen. „Doch dann hätten wir das gleiche Problem in der Talsperre. Auch dort würden dann die Pegelstände weiter sinken. Die einzige Hoffnung bleibt Regen“, macht Hanken deutlich.

Die extremen Wetterphänomene haben durch die Beobachtungen des Außendienstleiters in den vergangenen Jahren aber deutlich zugenommen. „Im Sommer 2017 fiel viel zu viel Regen, im vergangenen Jahr viel zu wenig. Der Klimawandel kommt immer mehr auch in unserem Landstrich an“, stellt Hanken fest.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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