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NWZonline.de Region

Kein Frieden am Gartenzaun in Barßel

15.11.2017

Barßel /Oldenburg Im Prozess gegen den 55-Jährigen aus Barßel, der seinen Ex-Schwiegervater mit einer Gehhilfe niedergeschlagen haben soll, hat das Oldenburger Landgericht am Dienstag die Berufung des Angeklagten gegen ein Urteil des Cloppenburger Amtsgerichtes verworfen. Wie berichtet, hatte das Amtsgericht den 55-Jährigen erstinstanzlich wegen gefährlicher Körperverletzung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Tatort Gartenzaun: Was da los ist, wurde im Prozess als „Kriegszustand“ beschrieben. Nach der Trennung von seiner Frau durfte der Angeklagte in dem Haus seiner Frau und damit auf ihrem Grundstück wohnen bleiben. Er hat dort ein Wohnrecht eingeklagt. Das Grundstück der Ex-Frau liegt direkt neben dem Grundstück ihrer Eltern. Man ist zerstritten. Am Tattag hatte der Ex-Schwiegervater des Angeklagten Bäume beschnitten. Der Angeklagte erklärte, das sei auf „seinem“ Grundstück passiert.

Den Feststellungen zufolge hat er sich dabei in zweierlei Hinsicht geirrt. Zum einen hat der Ex-Schwiegervater die Bäume auf seinem Grundstück beschnitten, zum anderen gehört dem Angeklagten gar kein Grundstück. Der Angeklagte aber ließ nach Überzeugung des Gerichtes seinen Aggressionen freien Lauf. Er ging den Feststellungen zufolge zu seinem Ex-Schwiegervater und schlug diesen mit einer Gehhilfe aus dem Baum, der gerade beschnitten wurde. Anschließend war es noch zu einem Gerangel zwischen den beiden Männern gekommen.

Der Angeklagte hatte behauptet, nicht zugeschlagen zu haben. Das Gericht glaubte das nicht. Das Gericht glaubte dem Angeklagten auch nicht, sein Ex-Schwiegervater habe ihn mit einer Kettensäge angegriffen.

Nach der Urteilsverkündung am Dienstag kam es zu einem heftigen Streitgespräch zwischen dem Angeklagten und Verwandten. Auch die sind untereinander zerstritten. Was denn mal mit Frieden sei, wollte die Vorsitzende Richterin wissen. Von Frieden sei man weit entfernt, so die verschiedenen Parteien.

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