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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Autofahrer entführt und mit Hammer bedroht

30.07.2019

Barßel Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen den 24 Jahre alten Mann aus Barßel ist der Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Der Mann hatte einen Autofahrer entführt und dabei mit einem Zimmermanns-Hammer bedroht.

Außerdem ordnete die Kammer unter Vorsitz von Richterin Judith Blohm die Unterbringung des alkohol- und spielsüchtigen Angeklagten in der geschlossenen Entziehungsanstalt an. Schuldig gesprochen wurde der Angeklagte wegen räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer und erpresserischen Menschenraubs.

Der Angeklagte hatte im Herbst vorigen Jahres viel Geld in einer Spielothek in Barßel verspielt. Mittels eines Überfalls wollte er sich dieses Geld zurückholen. Dazu maskierte er sich mit einer Strumpfmaske und bewaffnete sich mit einem Zimmermanns-Hammer. Auf dem Weg zum Tatobjekt war er aber stutzig geworden. Er fühlte sich von einem Autofahrer beobachtet. Und als der Autofahrer auch noch telefonierte – möglicherweise mit der Polizei – war der Entschluss gefasst, den Autofahrer in sein Auto zurückzudrängen und zu entführen.

Was nun folgte, war eine Höllenfahrt. Richterin Judith Blohm nannte das ein Horrorszenario. Auf engsten Raum habe der Angeklagte den Fahrer massiv mit dem Hammer bedroht. Mehrmals schlug er mit dem Hammer auf die Ablage.

Er kam mit den Hammerschlägen dem Fahrer so nahe, dass dieser zurückwich und dabei beinahe in den Gegenverkehr geraten wäre. Nach einer halben Stunde ließ der Mann aber den Fahrer gehen, nachdem er diesem zuvor das Handy gestohlen hatte. Dann setzte er die Fahrt fort und verursachte einen Unfall. Das Opfer leidet noch heute unter der Entführung und ist seitdem arbeitsunfähig.

Zur Tatzeit stand der Angeklagte unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Deswegen wurde ihm eine verminderte Schuldfähigkeit attestiert. Andernfalls wäre die Strafe noch viel höher ausgefallen.

Der Angeklagte habe noch nie in seinem Leben eine Therapie machen können. In der Entziehungsanstalt soll er nun vom Alkohol und von den Drogen loskommen. Ohne Therapie nämlich seien weitere schwerwiegende Taten zu erwarten.

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