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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Kampfpilot über Bösel von Laserstrahl geblendet

06.11.2018

Bösel Der Pilot eines Eurofighters der Bundeswehr ist über Bösel mit einem grünen Laserstrahl attackiert worden. Die Tat ereignete sich am Mittwoch, 10. Oktober, gegen 20.30 Uhr, hieß es aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ in Wittmund im Landkreis Friesland. Der Polizei meldete den Vorfall am Montagmorgen. Er sei ihr erst jetzt bekannt geworden, hieß es. Der Laserstrahl kam nach bisherigen Ermittlungsergebnissen aus dem Bereich der Gemeinde Bösel. Die Bundeswehr erstattete Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Der Pilot gehört dem Taktisches Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ an, das in Wittmund stationiert ist. Er hatte sich mit einem Eurofighter auf einem normalen Übungsflug im Nachtflug befunden, als er die Laser-Attacke bemerkte, sagte Reinhard Schröder, Einsatzstabsoffizier beim Luftwaffengeschwader, auf NWZ-Nachfrage. Der Pilot sei in größerer Höhe geflogen und deshalb nicht direkt geblendet worden, so Schröder weiter. Eine grobe Position konnte der Pilot der Polizei übermitteln. Die Polizei ermittelt nun weiter und bittet Zeugen und Hinweisgeber, sich bei der Polizei Friesoythe (Telefon   04491/ 93160) zu melden.

Während Laserrattacken auf Verkehrsflugzeuge häufiger registriert werden, hat das Luftwaffengeschwader in Wittmund bisher nur eine Attacke vor vielen Jahren auf einen Kampfjet registriert, so Oberstleutnant Schröder. Er machte deutlich, dass es sich keinesfalls um ein Kavaliersdelikt handelt.

Die Pilotenvereinigung Cockpit sieht das ähnlich. „Den Tätern muss heute bewusst sein, dass sie konsequent verfolgt werden“, betont Cockpit-Sprecher Janis Georg Schmitt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Denn gerade im Umfeld von größeren Flughäfen sind Angriffe keine Seltenheit.

Neben gesundheitlichen Schädigungen wie Verbrennungen warnt die Behörde mit Sitz in Braunschweig vor einer Einschränkung des Sichtfelds oder Desorientierung der Piloten. Vor allem nachts, wenn die Augen sich an die Lichtverhältnisse angepasst haben und das Licht im Cockpit zudem stark gedimmt ist, können Blendungen zu einem zeitweisen Verlust der Nachtsicht führen. Die Blendung der Piloten führt zu Sehlücken und einer fehlenden Farbenwahrnehmung im Sichtfeld, wodurch das Ablesen der Instrumente schwer bis unmöglich ist, so die Pilotenvereinigung. Dadurch könne es sogar zum Abbruch des Anfluges kommen. Laserstrahlen können das Auge nicht nur blenden oder verletzen, es können auch bleibende Schäden entstehen.

Zuletzt hatte die Deutsche Flugsicherung (DFS) einen leichten Rückgang der Laserattacken auf Verkehrsflugzeuge registriert. Die Pilotenvereinigung Cockpit begründet den generellen Rückgang mit einer erfolgreichen Aufklärungsarbeit und möglichen Haftstrafen von sechs bis zu zehn Jahren.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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