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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

„Hoher Anteil an Aussiedlern“

14.06.2018

Cloppenburg Die Zahl rat- und hilfesuchender Menschen ist in der Cloppenburger Drogenberatungsstelle Drobs an der Andreaspassage 1 im vergangenen Jahr erneut leicht angestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht 2017 hervor, der am Mittwoch von der Einrichtungsleiterin Sabine Schultz und deren Mitarbeiterin Maria Steingrefer vorgestellt wurde. Demnach hatte die Drobs 313 Klienten: 232 waren männlich (74,1 %) und 81 (25,9 %) weiblich. 40,3 % (101 Personen) der Drobs-Klienten sind Aussiedler. „Nach wie vor war der Anteil an russischen Aussiedlern in unserer Beratungsstelle sehr hoch. Durch die Beratung auf Russisch überwinden wir sprachliche und kulturelle Barrieren“, heißt es in dem Jahresbericht.

Die mit weitem Abstand meisten Ratsuchenden (42,5 %) kommen aus Cloppenburg. Es folgen Löningen mit 8 % und Saterland mit 5,1 %. Die größte Altersgruppe sind die 30- bis 39-Jährigen (30,7 %) vor den 40- bis 49-Jährigen (16 %) und den 25- bis 29-Jährigen (14,1 %).

Zu den Sucht-Gründen, warum es die Drobs aufsuchte, machte ein Viertel der Klienten keine Angabe. 27,2 Prozent der Ratsuchenden hatten als Hauptdiagnose Opioide, 22,7 % Cannabis (davon 12,2 % Abhängigkeit und 10,5 % schädlicher Gebrauch). Alkohol war mit 12,7 % vertreten (3,8 % schädlicher Gebrauch, 8,9 % Abhängigkeit).

Die Drobs berät und betreut Menschen, die suchtkrank, suchtgefährdet oder abhängig von illegalen Drogen und Alkohol sind. In die Beratung eingeschlossen sind auch Bezugspersonen, Angehörige und Familien. Zu den Aufgaben der Drobs gehören Krisenintervention, Beratungsgespräche, die Vorbereitung auf und die Vermittlung in Entgiftungsbehandlungen und Therapien, die dann von anderen Träger durchgeführt würden. Hier – so Schultz – arbeite man eng und vertrauensvoll mit der hiesigen Stiftung Edith Stein zusammen.

Weiterhin bietet die Drobs für Substituierte psychosoziale Begleitung an. „Polizeiauffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene unterstützen wir in psychoedukativen Gruppen und Einzelgesprächen“, heißt es im Jahresbericht. Wer seinen Führerschein aufgrund von Alkohol- und Drogenkonsum verloren habe, bekomme eine Erstberatung.

„Bewährt hat sich der niedrigschwellige Ansatz, wir können schnell Maßnahmen einleiten“, so Schultz. Großen Zulauf habe auch das niedrigschwellige Angebot „Chill Out“ für Jugendliche und junge Erwachsene erhalten. Zudem hätten viele die Drobs über Justiz und Jugendhilfe, aber auch über die Beratung bei Verlust der Fahrerlaubnis durch den Konsum von Alkohol oder Drogen erreicht.

Gut angenommen worden seien die wöchentlichen Sprechstunden in der Nebenstelle Ramsloh. Es habe sich gezeigt, wie wichtig es sei, dass die Familien zusammenhielten und sie selbst Teil der örtlichen Strukturen blieben, meinte Schultz. Das sei der beste Schutz vor Ausgrenzung und Verelendung.

Das niedrigschwellige Angebot für Spritzentausch, Kondome und viele Gespräche heißt Teestube. Das zweimal wöchentlich stattfindende Frühstück war mit bis zu 15 Klienten pro Morgen gut ausgelastet. Für 2018 sei geplant, die Teestube auch als Raum für den Tagesaufenthalt und als Treffpunkt für Selbsthilfegruppen zu nutzen.

Carsten Mensing
Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2801
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