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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Wegen schlechter Geschäfte Überfall vorgetäuscht

08.09.2018

Cloppenburg Wegen Diebstahls und Vortäuschens einer Straftat sollte sich am Freitag ein 20-Jähriger aus Cloppenburg vor dem Cloppenburger Amtsgericht verantworten. Doch wer nicht kam, war der Angeklagte. Er will von dem Gerichtstermin überrascht worden sein. Auf telefonische Nachfrage des Gerichts erklärte der 20-Jährige, er halte sich nunmehr in Neuenkirchen-Vörden auf. Er habe kein Auto, keine Kollegen, die fahren könnten, und kein Geld für ein Taxi.

Maximal am späteren Nachmittag könne er in Cloppenburg sein. Doch so lange wollte das Gericht nicht warten. Es erließ einen Vorführungs-Haftbefehl. Zum nächsten Termin wird der Angeklagte nun gefahren und zwar von der Polizei.

Der 20-Jährige ist dem Gericht bereits bestens bekannt. Zusammen mit einem Bekannten hatte er 2016 einen Handy-Shop eröffnet. Weil die Geschäfte aber nicht gut liefen, waren die beiden jungen Männer auf die Idee gekommen, einen Überfall auf sich vorzutäuschen.

In der Tatnacht schafften sie alle 70 Handys aus ihrem Laden und riefen dann bei der Polizei an. Sie seien überfallen und ausgeraubt worden, erklärten sie.

Der geschulte Blick der Beamten richtete sich auf eine Video-Überwachungskamera, die an einem Nebengebäude des Handy-Shops angebracht war. Eine Auswertung der Bilder und Filme brachte Erstaunliches ans Tageslicht. Sie hatten festgehalten, wie die beiden Laden-Inhaber selbst ihr Geschäft mit einem großen Sack verließen, darin die 70 Handys im Wert von 30 000 Euro.

In einem ersten Prozess um die trickreiche Tat war der 20-Jährige schuldig gesprochen worden. Von einer Bestrafung sah das Gericht damals noch ab. Man wollte zunächst die Entwicklung des Angeklagten abwarten, was einer Art „Vorbewährung“ gleichkommt. Der 20-Jährige hat seine Chance gehabt, sie aber verspielt.

Denn die Bewährung lief nicht, der Angeklagte soll Auflagen nicht erfüllt haben. Deshalb wurde das Verfahren wegen der Handy-Geschichte wieder aufgenommen – am Freitag noch ohne den Angeklagten, alsbald aber mit ihm.

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Cloppenburger Amtsgericht | Polizei

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