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Feuer an der Auguststraße
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Aktualisiert vor 8 Minuten.

Brand In Oldenburg
Feuer an der Auguststraße

NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

58-Jährige tot in Wohnung gefunden – Sohn festgenommen

21.04.2018

Cloppenburg Ein gepflegtes Wohnhaus mit blühender Magnolie im schönen Vorgarten, sprießendes Grün an Gehölzen und Büschen: Das Idyll in der Sevelter Straße hat am Freitag einen gehörigen Knacks bekommen. Ein 33-jähriger – psychisch kranker – Mann steht im Verdacht, am frühen Nachmittag seine 58-jährige Mutter getötet zu haben. Die Tat ereignete sich in der Wohnung der Getöteten an der Sevelter Straße in Cloppenburg.

Über das Motiv konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der 33-Jährige wurde kurz nach der Pressekonferenz in die PI gebracht, wo er vernommen wurde. Über die Vernehmung will sich die Polizei erst am Wochenende äußern.

Massive Gewalteinwirkung

Gegen 14 Uhr hatte ein aufmerksamer Passant die Polizei gerufen. Die Beamten fanden die Frau leblos in ihrer Wohnung vor, die 58-Jährige war offenbar mit erheblicher Gewaltanwendung getötet worden. Zu Details wollte sich die Polizei auf Nachfrage mit Hinweis auf den Angehörigenschutz nicht äußern. Auch über die Auffinde-Situation machten die Beamten keine Angaben. Fest steht allerdings, dass die eilig herbeigerufenen Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes nichts mehr ausrichten konnten.

Nach 2 Stunden gefasst

Der 33-jährige Tatverdächtige war unterdessen mit seinem blauen Auto vom Tatort geflüchtet. Die Polizei leitete umgehend eine große Fahndung ein – unter anderem kreiste auch der Polizeihubschrauber „Phönix“ aus Rastede über dem Stadtgebiet und der Region. Dutzende Polizeibeamte mit etlichen Streifenwagen suchten am Boden – und hatten schließlich Erfolg. Rund zwei Stunden nach der Tat ließ sich der 33-Jährige widerstandslos festnehmen. Wo der Mann festgenommen wurde, sagte die Polizei im Pressegespräch auf Nachfrage nicht. Die Polizei habe mit Kräften „PI-übergreifend im hohen zweistelligen Bereich“ gesucht, so PI-Sprecherin Maren Otten. Unter anderem seien auch die Autobahn-Zu- und -Abfahrten gesperrt worden. Nach NWZ-Informationen soll der Sohn nicht mit seiner Mutter in einer Hausgemeinschaft gelebt haben.

Wie intensiv die psychische Erkrankung des Tatverdächtigen ist und ob dieser zuvor auch schon einmal als gewaltbereit aufgefallen ist – auch auf diese Nachfrage wollte die Polizei keine Antwort geben. „Wir stehen mit den Ermittlungen noch ganz am Anfang“, so PI-Sprecher Wichmann.

Über das persönliche Umfeld des Mannes und das seiner getöteten Mutter ist derweil noch nichts bekannt. Zwei Frauen – offenbar Nachbarinnen – sind vom Kriseninterventionsteam betreut worden. Weil beide auf der Wache warteten, kommen sie möglicherweise auch als Zeugen in Betracht. Der Tatort war derweil von der Polizei hermetisch abgeriegelt worden.

Auf der Einfahrt rechts vom Haus war ein Transporter der Polizei geparkt. Dort tauchten immer wieder Ermittler in weißen Anzügen auf. Im Laufe des Nachmittags parkten immer mehr Autos und Transporter der Polizei vor dem Grundstück. Dass hier etwas passiert sein musste, besorgte auch immer mehr Anwohner und Passanten. Eine Mutter aus dem gegenüberliegenden Wohngebiet fragte besorgt, ob ihre Kinder angesichts des Polizeiaufgebots und des kreisenden Hubschraubers noch auf der Straße spielen könnten. „Alles gut“, lautete die Antwort der Polizisten.

Polizei vertreibt Gaffer

Aber auch vorbeifahrende Bürger stoppten – egal ob mit dem Auto oder Fahrrad – immer wieder vor dem Haus. Die Polizisten mussten Passanten und Gaffer immer wieder auffordern, ihre Fahrt fortzusetzen oder weiterzugehen.

Der Polizeieinsatz blieb in der Nachbarschaft nicht unbeobachtet. Ein 48-Jähriger war zunächst von dem Polizeiaufgebot, später von dem Einsatz des Polizeihubschraubers überrascht. Die Ermittler hielten sich nach Beobachtung des Mannes überwiegend im Garten des Hauses auf, ein gepflegtes Zweifamilienhaus mit Walmdach, etwas von der viel befahrenen Straße zurückgelegen, das Mauerwerk verputzt. Zwei Parteien hatten das Haus bewohnt, an dessen Eingang, links von der Tür, eine Steinplatte hängt mit der Aufschrift „Haus Engeln A.D. 1935“, die verziert ist mit einem Gesicht der berühmten Dresdner Engel. Die Steinplatte hatte das Opfer der Bluttat bei ihrem Einzug vor vielen Jahren angebracht, erinnern sich Nachbarn.

Zwei Briefkästen und zwei Klingeln sind außen angebracht. Den Nachbarn war das Opfer bekannt, der mutmaßliche Täter bislang jedoch noch nicht auf dem Grundstück aufgefallen.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version des Artikels stand, dass der 33-Jährige die Tat gestanden habe. Dies hatte die Polizei in einem ersten Bericht am Freitag mitgeteilt. Inzwischen wurde diese Angabe korrigiert: Der Tatverdächtige ist nicht geständig.

Carsten Mensing
Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2801
Mareike Wübben
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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