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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Herzstillstand – „Überlebens-App“ hilft

06.11.2017

Cloppenburg Jährlich sterben in Deutschland circa 75 000 Menschen an Herzstillstand. Im Notfall sind die ersten Minuten von Bedeutung. Ein Großteil der Betroffenen stirbt trotz erfolgreicher Wiederbelebung am Einsatzort innerhalb von 30 Tagen in einer Klinik. Nur acht bis zehn Prozent der Patienten können gesund entlassen werden. Durch die frühzeitige Reanimation durch einen Ersthelfer könnte die Überlebenschance von Patienten auf bis zu 50 Prozent steigen. Wolfgang Oltmanns vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Kreisverband Kreisverband Cloppenburg, nannte diese Zahlen bei einer Information über eine App, die die Überlebensraten in solchen Fällen kreisweit erhöhen kann, im Kreishaus.

Seine Zuhörer kamen vorrangig aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst, Krankenhäuser und Arztpraxen. Der Landkreis Cloppenburg hat neben den Landkreisen Wesermarsch, Oldenburg, Ammerland, Vechta sowie den Städten Oldenburg und Delmenhorst in einem von den Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Ministerium für Gesundheit und Soziales geförderten Projekt in Zusammenarbeit mit der Großleitstelle in Oldenburg und dem DRK die Reanimations-App erarbeitet. Nun werden Handybesitzer gesucht, die bereit sind, sie zu nutzen. Voraussetzung ist ein Erste-Hilfe-Lehrgang in den vergangenen zwei Jahren. Sie können die „Corhelp3r-App“ aus dem Internet herunterladen, und sich nach erfolgter Registrierung anmelden. Das Menü ist selbsterklärend.

Nach der Freischaltung kann die Alarmierung zu einer Reanimation in der Nähe erfolgen. In der Alarmierung stehen Ort und Name des Patienten. Gleichzeitig wird der Rettungsdienst alarmiert. Der Helfer ist nie allein, weitere zwei Ersthelfer werden mitalarmiert. Ein Helfer bemüht sich, einen Defibrillator zu besorgen. Auf seinem Handy ist der Standort des nächste Defi angegeben.

Mit diesem Projekt soll die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes verringert werden. Erhält der Ersthelfer eine Nachricht über einen Einsatz, kann er entscheiden, ob er den Einsatz annimmt oder nicht. Die Entscheidung hat keine rechtlichen Folgen. Zurzeit gibt es in Deutschland 970 Anmeldungen.

Antworten auf weitere Fragen gibt es unter info@projekt-erleben.de. Viele Helfer sind bereits freigeschaltet und können ab sofort einen Einsatz übernehmen. Für Anfragen stehen Wolfgang Oltmanns und Klaus Engbers (DRK) unter Telefon   0 44 71/ 9 11 00 zur Verfügung

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