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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Schwester mit Kabelbinder gefesselt – Alles nur Show?

20.06.2019

Cloppenburg /Oldenburg Wegen besonders schweren Raubes und Freiheitsberaubung müssen sich seit Mittwoch drei 39, 40 und 41 Jahre alte Männer aus Cloppenburg, Friesoythe und Großenkneten vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Zwei 32 und 43 Jahre alte Frauen aus Garrel und Cloppenburg wirft die Staatsanwaltschaft Beihilfe zu den Taten vor. Bei den beiden Frauen handelt es sich um die Schwestern des 39-jährigen Hauptangeklagten.

Dieser war am 10. April 2017 auf die Idee gekommen, eine Spielothek in Cloppenburg zu überfallen. Die beiden männlichen Mitangeklagten wollten mitmachen. In der Spielothek, die sich der Hauptangeklagte als Tatobjekt ausgesucht hatte, arbeitete seine 32-jährige, jetzt mitangeklagte Schwester. Sie steckte laut Anklage mit den Tätern unter einer Decke. Sie soll den drei mit Sturmhauben maskierten Männer die Tür und etwas später dann den Tresor der Spielothek geöffnet haben.

Damit alles echt aussieht, wurde die 32-Jährige mit Kabelbindern gefesselt. Besonders dramatisch war die Szenerie für eine anwesende Reinigungskraft gewesen. Sie wurde ebenfalls mit Kabelbindern gefesselt, ihr Mund verklebt. Die Frau soll Todesangst gehabt haben. Knapp 15.000 Euro Beute war den Tätern in die Hände gefallen. Doch schon bald flog die Sache auf. Die ältere Schwester des Hauptangeklagten soll von dem Überfall ihrem Lebensgefährten erzählt haben. Und der soll Polizist sein.

Außerdem soll der Hauptangeklagte einen Selbstmordversuch unternommen haben. In einem Abschiedsbrief soll es Hinweise auf den Überfall gegeben haben. Der Hauptangeklagte erklärte Mittwoch beim Prozessauftakt, damals Drogenschulden gehabt zu haben. Ohnehin sei der Konsum von Kokain sehr teuer gewesen. Und so sei er auf die „dumme Idee“ gekommen, die Spielothek zu überfallen. Eigentlich hätten sie keine Gewalt anwenden wollen. Das mit der Reinigungskraft tue ihm leid. Das Verfahren ist auf drei Verhandlungstage terminiert.

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