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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Geldstrafe nach Verfolgungsjagd

19.07.2019

Cloppenburg Wegen Straßenverkehrsgefährdung und Trunkenheit im Verkehr hat das Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht einen 20-Jährigen aus Cloppenburg zu einer Geldstrafe von 1000 Euro und einer mehrmonatigen Führerscheinsperre verurteilt. Der Angeklagte hatte sich betrunken eine Verfolgungsjagd mit einem anderen Verkehrsteilnehmer „geleistet“. Dass man als betrunkener Autofahrer so besser nicht auf sich aufmerksam machen sollte, wurde dem 20-Jährigen erst später klar.

Am Tattag hatte der Angeklagte einen Blutalkoholwert von 1,14 Promille gehabt. Trotzdem kurvte er mit seinem Auto durch Cloppenburg. Auf einer Straße stadtauswärts überholte er dann ein anderes Fahrzeug, um anschließend äußerst knapp vor diesem wieder einzuscheren. Das fand der andere Verkehrsteilnehmer gar nicht witzig. Er signalisierte dem Angeklagten mit Lichthupe, was er von dem waghalsigen Manöver hielt.

Weil der Angeklagte nicht reagierte, überholte der andere Verkehrsteilnehmer das Fahrzeug des 20-Jährigen. Das wiederum fand der Angeklagte, der sich keiner Schuld bewusst war, nicht gut. Betrunken und Schlangenlinien fahrend verfolgte er nun das Fahrzeug des anderen Verkehrsteilnehmers. Dem wurde das zu bunt und er rief die Polizei. So kam dann auch die Trunkenheitsfahrt des Angeklagten ans Tageslicht. Der Angeklagte selbst sieht bis heute nicht ein, dass er beim Überholen des anderen Verkehrsteilnehmers einen Fahrfehler gemacht haben könnte.

Aber darum ging es im jetzigen Verfahren auch gar nicht mehr, sondern lediglich um die Trunkenheitsfahrt. Zuständig für den Fall war das Jugendgericht, weil der Angeklagte noch unter 21 Jahre alt ist und somit noch als Heranwachsender gilt. Zur Ahndung von Taten ist dann in der Regel das mildere Jugendrecht anzuwenden.

Nicht so im vorliegenden Fall. Das Gericht verurteilte den bereits sehr selbstständigen Angeklagten nach dem schärferen Erwachsenenrecht. Reifeverzögerungen, die Voraussetzung für die Anwendung des Jugendrechts sind, konnten nicht festgestellt werden.

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