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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Revision: 20-Jähriger muss für vier Wochen auf Lappen verzichten

03.06.2020

Cloppenburg Wegen Nötigung im Straßenverkehr und Beleidigung hat das Oldenburger Landgericht in zweiter Instanz einen 20-jährigen Verkehrsrowdy aus Cloppenburg zu einer Geldauflage von 1200 Euro und einem Fahrverbot von einem Monat verurteilt. Damit hob die Kammer auf die Berufung des Angeklagten hin ein früheres Urteil des Cloppenburger Jugendgerichtes auf. Das hatte gegen den Angeklagten noch eine neunmonatige Führerscheinsperre verhängt.

Der 20-Jährige war früher schon mehrmals wegen Verkehrsverstößen aufgefallen, was zur Folge hatte, dass ihm die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Um die begehrte Fahrerlaubnis zurückzubekommen, musste sich der Angeklagte der teuren und schwierigen Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) stellen. Nach drei Anläufen war es ihm geglückt. Er hatte bestanden und erhielt seine Fahrerlaubnis zurück. Eigentlich durfte jetzt nichts mehr passieren.

Doch es kam anders. Auf einer Landstraße traf er auf eine Autofahrerin, die mit ihrem Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von rund 80 km/h unterwegs gewesen sein soll. Der Angeklagte soll das mit einem „Schleichen“ verglichen haben. Jedenfalls fuhr er äußerst dicht auf und betätigte die Lichthupe. Dann überholte er das Fahrzeug der Frau. Doch das war es noch nicht gewesen. In einiger Entfernung hielt der Angeklagte an. Und als die Frau nun an ihm vorbeifuhr, zeigte er ihr den Mittelfinger.

Dem Cloppenburger Jugendgericht hatte das gereicht. Wegen der wiederholten Nötigung im Straßenverkehr und der Beleidigung verhängte es gegen den Angeklagten die neunmonatige Führerscheinsperre. Das hätte dem 20-Jährigen wohl wieder die MPU eingebracht. Doch das ist jetzt nur noch Makulatur. Das Landgericht erkannte nur auf ein vierwöchiges Fahrverbot. Und das lag unter anderem daran, dass der Angeklagte in der Berufungsverhandlung ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte.

Außerdem hatte er lange auf sein Verfahren warten müssen. Wegen der Coronakrise war es mehrmals verschoben worden. Strafmindernd wirkte sich auch der äußerst positive Bericht der Jugendgerichtshilfe aus.

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