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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

SUV bald nicht mehr erwünscht?

13.09.2019

Cloppenburg Seitdem vergangene Woche bei einem schweren Unfall in Berlin vier Menschen ums Leben gekommen sind, wird über die Sinnhaftigkeit von SUVs (Sport Utility Vehicles) in deutschen Innenstädten diskutiert. Inhalt der öffentliche Debatte ist, ob die großen Fahrzeuge sich überhaupt in der Nähe von Menschenmengen bewegen sollten. Die Meinungen gehen auseinander. Die NWZ hat sich in der Cloppenburger Fußgängerzone umgehört.

Paul Middendorf (68) aus Cappeln hält persönlich nichts von SUVs. „Diese Autos sind wie alle anderen voluminöseren auch der allergrößte Quatsch.“ Allein wegen des lauten Auspuffs sollten sie verboten werden. „Der CO2-Ausstoß ist viel größer als bei normalen Autos.“ Einen SUV brauche keiner, „außer Landwirte und Jäger“.

Polizei ermittelt – Fahrer schweigt

Beim Unfall in Berlin-Mitte in der Invalidenstraße am Freitagabend, 6. September, waren vier Menschen getötet und drei verletzt worden. Der Unfallwagen, ein SUV von Porsche, war von einem 42-Jährigen gefahren worden. Das Auto war auf den Gehweg gerast, hatte dabei Fußgänger erfasst und war durch einen Zaun auf ein Baugrundstück geschleudert.

Angeblich hatte der Fahrer einen epileptischen Anfall. Bewiesen ist das jedoch nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Der Fahrer äußert sich bisher nicht.

Der Cloppenburger Hans Schlömer sieht es ähnlich. „Diese Autos werden gekauft, weil sie schick sind und der Nachbar noch keins hat“, sagt der 68-Jährige. Seiner Meinung nach gehört ein SUV genauso wenig dort hin wie jedes andere Auto mit 300 PS. Und auch Kleinbusse sind ihm ein Graus: „Was will ich mit einem Bulli in der Stadt!?“

Einem generellen SUV-Verbot kann der Wilhelmshavener Helmut Karlisch (79) wenig abgewinnen: „Bis zu einer bestimmten Größe sind sie okay.“ Man könne bequem einsteigen, hoch sitzen und gemütlich fahren. „Nun werden die Autos aber immer größer.“ Was Autofahrer antreibe, als Einzelperson mit einem großen SUV wie einem Audi Q 7 oder Q 8, aber auch einem BMW X 6 herumzufahren, könne er nicht nachvollziehen. „In der Stadt braucht man solch ein Auto jedenfalls nicht.“

Rolf-R. Gerundt aus Osnabrück meint, dass der Unfall in Berlin auch mit jedem anderen Auto passiert wäre. „Der Fahrer war schließlich bewusstlos.“ Der 69-Jährige selbst fährt einen Opel Mocca – einen kleinen SUV.

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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