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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Wo Radfahren gefährlich werden kann

31.07.2019

Cloppenburg Über unhaltbare Zustände auf dem Wirtschaftsweg zwischen Varrelbusch und Cloppenburg neben der Bundesstraße 72 beschwert sich Elfriede Nichting aus Varrelbusch. Seit dem Ausbau der Bundesstraße hätten Radfahrer dort nämlich keinen eigenen Radweg mehr und würden deshalb immer wieder mit gefährlichen Situation konfrontiert. „Die Strecke ist kurvenreich, unübersichtlich und eine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt es nicht. Der Verkehr ist nicht auf Anliegerverkehr beschränkt“, kritisiert Nichting.

Die Strecke zwischen Varrelbusch und dem Tannenhof Meyer sei schmaler ausgebaut als vom Tannenhof nach Cloppenburg. Und an der schmaleren Strecke seien die Seitenränder stark runtergefahren – hier berichtet die Radfahrerin von einem Höhenunterschied von teilweise 10 cm zwischen Teerstraße und Sandstreifen. Eine weiße Fahrbahnrandmarkierung gebe es nicht. Im Winter werde nicht geräumt oder gestreut – bei Schneefall und Frost sei Nichting deswegen gezwungen, in ihr Auto zu steigen.

„Auf der schmaleren Strecke wird man als Radfahrer oftmals mit einem sehr knappen Abstand von Fahrzeugen überholt. Sehr knapp bedeuten 30 Zentimeter Abstand zwischen Seitenspiegel Auto und Lenker Fahrrad“, schildert die Varrelbuscherin. Viele Autofahrer sähen es nicht ein, ihr Tempo zu drosseln und schon gar nicht mit einem Reifen von der Teerstraße abzukommen. „Als Radfahrer ist man stark unfallgefährdet, wenn man auf den Seitenstreifen ausweicht, auch wegen dem Höhenunterschied zwischen Fahrbahnrand und Seitenstreifen. Überholende Fahrzeuge nimmt man spät wahr, weil man sie nicht vom Verkehrslärm der B 72 unterscheiden kann.“

Das gelte auch für Busse, die auch aufgrund des Lärms der Bundesstraße nicht zu hören seien und Nichting mit wenig Abstand und hoher Geschwindigkeit überholten. „Ich kann dieses Gefühl gar nicht in Worte fassen, wie herabgewürdigt und gefährdet man sich in einer solchen Situation fühlt.“

Verschlimmert worden sei das „Trauerspiel“ während der Bauarbeiten im Kreuzungsbereich der Abfahrten Garrel und Frischehof Döpke, berichtet die Varrelbuscherin. Laut ihrer Aussagen waren seinerzeit noch mehr Autos auf dem Wirtschaftsweg unterwegs. Dazu komme, dass der Boden sehr trocken sei und von den Autos viel Sand aufgewirbelt werde.

Die nicht ganz optimalen Verhältnisse aufgrund der Baustelle sind auch bei der Stadt Cloppenburg bekannt: „Auf Grund der Sanierungsarbeiten im Verkehrsknotenpunkt B 72/Garreler Straße/ Abfahrt Döpke wurden die Nebenstrecken intensiv als Ausweichrouten genutzt. Die unbefestigten Seitenräume wurden stark in Mitleidenschaft gezogen und sind in der Sanierungsvorbereitung.

Elfriede Nichting wünscht sich ein Umdenken: „Offensichtlich werden Fahrradfahrer immer noch als unbedeutende Minderheit betrachtet und durch unwürdige und gefährliche Zustände zum Fahren mit dem Auto genötigt.“

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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