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NWZonline.de Region Cloppenburg Blaulicht

Hier kracht es in der Stadt am häufigsten

11.10.2018

Cloppenburg Dass es in Cloppenburg Unfallschwerpunkte gibt, dürfte nur die wenigsten überraschen. Aber wo genau befinden sich diese? Antwort auf diese Frage liefert nun eine interaktive Karte des Bundesamtes für Statistik. Der sogenannte Unfall-Atlas ist online für jeden zugänglich und gibt Aufschluss über die Anzahl von Unfällen – je nach Art von Beteiligung. Berücksichtigt sind lediglich Unfälle mit Personenschaden.

Kein Mehraufwand

Die Daten des Statistischen Bundesamtes basieren auf Meldungen der Polizeidienststellen. „Für uns bedeutet das aber keinen Mehraufwand“, erklärt Norbert Heppner, Sachbearbeiter des Sachgebietes Verkehr bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta. Dort ist er dafür zuständig, Unfälle auszuwerten und Maßnahmen zu finden, wie diese verhindert werden können.

Ohnehin werden bei der Polizei alle Unfälle erfasst. „Die Kollegen, die vor Ort waren und den Unfall aufgenommen haben, markieren später auf einer digitalen Karte bei uns im System möglichst genau, wo sich das Unglück ereignet hat. Diese Werte fließen dann ohne personenbezogene Daten in unsere Statistik ein. Auf diese hat wiederum das Landesamt für Statistik in Hannover Zugriff – und darüber dann auch das Bundesamt in Wiesbaden“, sagt er Fachmann.

Die Polizei selbst arbeitet nicht mit der interaktiven Karte. „Wir haben unser eigenes System, um unfallbelastete Strecken zu finden. Der Unfall-Atlas dient höchstens als Ergänzung“, sagt Heppner. Ab und zu schaue er auf die interaktive Karte und gleiche die Daten mit seinen Werten ab. „Es ist schon vorgekommen, dass ich Orte mit verstärktem Unfallaufkommen im Unfall-Atlas gefunden habe, die waren uns aber immer schon bekannt“, erklärt der Sachbearbeiter.

Grundsätzlich gebe es bei der Polizei genaue Auflagen, wann ein Ort eine sogenannte Unfallhäufungsstelle ist. „Innerhalb von drei Jahren müssen fünf Unfälle mit verletzten Personen und gleichen Typs an derselben Stelle passiert sein. Dann werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um die Stelle zu entschärfen“, sagt Heppner.

Konservativer fahren

Dennoch sei der Unfall-Atlas für Bürger sinnvoll. Sie können sich selbst über Unfallschwerpunkte informieren. „Vielleicht fährt der ein oder andere dann auch etwas konservativer, wenn er beispielsweise weiß, dass an einem bestimmten Knotenpunkt mehr Unfälle passieren“, meint der Sachbearbeiter und ergänzt: „Ich persönlich mache das nicht. Ich passe meine Fahrweise der Strecke und den Straßenverhältnissen vor Ort an und habe nicht den Unfall-Atlas im Hinterkopf.“

Schließlich könne man mithilfe der interaktiven Karte nur sehen, wo ein Unfall passiert ist und nicht weshalb. „Man findet darin beispielsweise keine Informationen über die äußeren Umstände. Was es glatt? Hat es stark geregnet? Fakten wie diese, werden nicht angezeigt“, sagt Heppner.

Statistiken könne man schließlich auslegen, wie man möchte. „Wenn ich beispielsweise an einer Straße entlang fahre, an der häufig Wildunfälle passieren, muss ich trotzdem nicht davon ausgehen, dass ich auch einen haben werde“, meint der Sachbearbeiter der Polizei. Es gebe viele Faktoren, die Verkehrsunfälle beeinflussen – und die könne man nicht alle im Unfall-Atlas festhalten, sagt er.


Den kompletten Unfall-Atlas finden Sie unter   www.unfallatlas.statistikportal.de 
Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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